Pulsar Telos XP50 Wärmebild-Monokular

2.499,00 €

Das Pulsar Telos XP50 hat den besten NETD-Wert der gesamten Telos Reihe: unter 15 mK im System, besser als das teurere Flaggschiff. Der 640×480 Sensor mit 17 µm Pixelabstand sammelt pro Bildpunkt mehr Strahlung, was bei Nässe und schwachem Kontrast den Ausschlag gibt. Wahlweise mit Laserentfernungsmesser bis 1000 Meter.

  • 640×480 Sensor, 17 µm Pixelabstand, System-NETD unter 15 mK
  • F50 / 1.0 Objektiv, Sichtfeld 21,8 m auf 100 m, Erkennung bis 1800 m
  • Wahlweise mit Laser bis 1000 m, ±1 m Genauigkeit
  • 8,5 Stunden Laufzeit, wechselbarer LPS 7i Akku, 64 GB, IPX7

2 vorrätig

Beschreibung

Warum das XP50 beim NETD-Wert die ganze Reihe schlägt

Das ist der Punkt, an dem dieses Gerät interessanter wird, als sein Preis vermuten lässt.

Pulsar gibt für das XP50 einen System-NETD von unter 15 mK an. Das Telos LRF XT50 mit seinem 1280×1024 Sensor liegt bei unter 20 mK, und alle übrigen Telos Modelle ebenfalls. Das günstigere Gerät trennt Temperaturunterschiede also feiner als das Flaggschiff.

Der Grund liegt im Pixelabstand. Das XP50 arbeitet mit 17 µm, die 12-µm-Modelle mit kleineren Pixeln. Auf ein größeres Pixel fällt mehr Strahlung, und mehr Signal pro Bildpunkt bedeutet ein saubereres Ergebnis bei schwachem Kontrast. Der Preis dafür ist weniger Auflösung auf gleicher Sensorfläche.

Praktisch heißt das: Bei Nieselregen, bei Dunst, in einer frif (Augustnacht bei noch warmem Boden zeigt das XP50 eine Kontur, wo ein Gerät mit schlechterem NETD-Wert eine graue Fläche zeigt. Bei gutem Kontrast auf kurze Distanz sehen Sie den Unterschied nicht. Was die Zahl genau beschreibt und warum Herstellerangaben nicht direkt vergleichbar sind, steht im Beitrag zum NETD-Wert.

Mehr Auflösung ist also nicht automatisch das überlegene Bild. Wer Detail aus weiter Distanz braucht, greift zum XT50. Wer bei ungünstigen Bedingungen sehen will, ist hier richtig.

Optik, Reichweite und Sichtfeld

Das F50/1.0-Objektiv liefert ein Sichtfeld von 12,4 mal 9,3 Grad, also 21,8 Meter auf 100 Meter. Die Grundvergrößerung beträgt 2,5-fach, digital bis 10-fach, mit Zoom Boost bis 20-fach.

Die Erkennungsreichweite liegt bei 1800 Metern. Diese Zahl beschreibt allerdings nur, ab wann eine Wärmequelle im Bild auffällt. Bis Sie Wildart und Stück tatsächlich zuordnen können, bleibt davon ein Viertel bis ein Drittel übrig, realistisch also 400 bis 600 Meter.

Dargestellt wird auf einem AMOLED-Display mit 1024 × 768 Pixeln bei 50 Hz Bildrate. Das Telos LRF XQ35 teilt dieses Display, bietet aber mit 35 mm Brennweite ein weiteres Sichtfeld bei geringerer Reichweite.

Mit oder ohne Laserentfernungsmesser

Beide Ausführungen teilen sich Sensor, Objektiv, Sichtfeld, Display, Akku, Laufzeit, Schutzart und Speicher. Zwei Dinge unterscheiden sich, und beide sind messbar.

Telos XP50 Telos LRF XP50
Laserentfernungsmesser Nein bis 1000 m, ±1 m, 905 nm
Gewicht mit Akku 0,67 kg 0,72 kg
Maße 238 × 72 × 62 mm 238 × 72 × 90 mm
Laufzeit 8,5 h 8,5 h

Die LRF-Version baut exakt 28 Millimeter höher, weil das Lasermodul oben aufsitzt, und wiegt 50 Gramm mehr. Bemerkenswert ist, was sich nicht ändert: Die Laufzeit bleibt bei 8,5 Stunden. Der Laser kostet keine nennenswerte Akkukapazität, anders als viele erwarten.

Wann lohnt er sich? Wenn Sie auf wechselnden Distanzen arbeiten. Im Wärmebild fehlen Farbe, Perspektive und gewohnte Größenvergleiche, weshalb geschätzte Entfernungen dort regelmäßig danebengehen. Bei immer gleichen, bekannten Ansitzentfernungen können Sie Aufpreis und Bauhöhe sparen. Wer deutlich mehr Laserreichweite braucht, findet sie im Oryx LRF XG35 mit 1500 Metern.

Akku, Aufrüstbarkeit und Einordnung

Der LPS 7i Akku mit 6400 mAh ist wechselbar und trägt 8,5 Stunden bei 22 Grad. Bei Frost sinkt die Kapazität wie bei jeder Lithium-Zelle, ein geladener Ersatz in der Innentasche bleibt betriebswarm. Geladen wird über USB-C, Aufnahmen landen auf 64 GB internem Speicher. Nur das Flaggschiff Telos LRF XT50 bietet mit 128 GB mehr, alle übrigen Modelle der Reihe liegen gleichauf.

Telos ist die einzige Pulsar Reihe, die ausdrücklich als aufrüstbar beworben wird. Pulsar nennt drei Wege: das Nachrüsten eines Laserentfernungsmessers, einen Sensortausch und einen Objektivtausch. Zwei Einschränkungen gehören dazu: Es ist ein Serviceeingriff und nichts, was Sie selbst vornehmen, und Pulsar veröffentlicht weder Preise noch Verfügbarkeiten. Kaufen Sie das Gerät deshalb in der Ausführung, die heute passt, nicht wegen eines späteren Umbaus.

Mit 670 beziehungsweise 720 Gramm liegt das XP50 im Mittelfeld der Handgeräte. Deutlich leichter ist die Axion Compact Reihe mit rund 300 Gramm, allerdings ohne Laser und mit kleinerer Reichweite. Wer über Stunden beobachtet, fährt mit einem Wärmebildfernglas wie dem Merger LRF XT50 bequemer, weil beidäugiges Sehen langsamer ermüdet.

Alle Modelle der Reihe stehen unter Pulsar Telos, alle Handgeräte unter Wärmebild-Monokulare, das komplette Programm im Pulsar Markenbereich.

Technische Daten

Merkmal Wert
Sensor ungekühltes Mikrobolometer, 640 × 480
Pixelabstand 17 µm
NETD Sensor unter 18 mK, System unter 15 mK
Bildrate 50 Hz
Objektiv F50 / 1.0
Grundvergrößerung 2,5-fach
Digitalzoom bis 10-fach, mit Zoom Boost bis 20-fach
Sichtfeld 12,4° × 9,3° / 21,8 m auf 100 m
Erkennungsreichweite 1800 m
Display AMOLED, 1024 × 768
Entfernungsmesser LRF-Variante: bis 1000 m, ±1 m, 905 nm
Akku LPS 7i Li-Ion, 6400 mAh, wechselbar
Laufzeit 8,5 h bei 22 °C, beide Varianten
Schutzart IPX7
Interner Speicher 64 GB
Betriebstemperatur −25 bis +40 °C
Gewicht mit Akku 0,67 kg ohne Laser, 0,72 kg mit Laser
Maße 238 × 72 × 62 mm ohne Laser, 238 × 72 × 90 mm mit Laser

Häufige Fragen

Warum hat das Telos XP50 einen überlegenen NETD-Wert als das teurere XT50?

Wegen des Pixelabstands. Das XP50 nutzt 17 µm ausgedehnte Pixel, das XT50 12 µm. Pixel mit größerem Durchmesser sammeln mehr Strahlung, was den System-NETD auf unter 15 mK drückt, gegenüber unter 20 mK beim XT50. Das XT50 bietet dafür mehr Auflösung und ein weiteres Sichtfeld.

Was ist der Unterschied zwischen Telos XP50 und Telos LRF XP50?

Der Laserentfernungsmesser und die daraus folgenden Maße. Die LRF-Variante misst bis 1000 Meter, wiegt 50 Gramm mehr und baut 28 Millimeter höher. Sensor, Objektiv, Sichtfeld, Display, Akku, Laufzeit, Schutzart und Speicher sind bei beiden identisch.

Verkürzt der Laserentfernungsmesser die Akkulaufzeit?

Nein. Pulsar gibt für beide Varianten 8,5 Stunden bei 22 Grad an. Der Laser wird nur bei der Messung aktiv und zieht im Dauerbetrieb keine nennenswerte Kapazität.

Wie weit kann ich mit dem Telos XP50 Wild sicher ansprechen?

Mit 400 bis 600 Metern sollten Sie rechnen, je nach Witterung und Hintergrund. Der Datenblattwert von 1800 Metern meint etwas anderes, nämlich den Punkt, ab dem eine Wärmequelle überhaupt im Bild auffällt.

Kann ich das Telos später mit einem Laserentfernungsmesser nachrüsten?

Pulsar nennt das Nachrüsten eines Laserentfernungsmessers ausdrücklich als Option der Telos Reihe. Es handelt sich allerdings um einen Serviceeingriff, und Pulsar veröffentlicht weder Preise noch Verfügbarkeiten dazu. Wählen Sie die Variante, die heute zu Ihrer Jagd passt.

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