HIKMICRO HABROK 4K HE25LN Multispektral-Fernglas
1.199,00 €
Das HIKMICRO HABROK 4K HE25LN unterscheidet sich vom HE25L in genau einem Punkt: der IR-Aufheller arbeitet mit 940 statt 850 Nanometern. Diese Wellenlänge liegt außerhalb des sichtbaren Bereichs und erzeugt kein rotes Glimmen an der Gerätefront. Wo es auf Unauffälligkeit ankommt, ist das der entscheidende Unterschied.
- IR-Aufheller 940 nm, praktisch unsichtbar, bis 350 m
- 256×192 Wärmebildsensor, Erkennung bis 1200 m
- 4K Tagkanal mit 3840×2160 Pixeln, 60 mm Optik
- Laser bis 1000 m, über 8 Stunden Laufzeit, IP67
Warum 940 Nanometer den Unterschied machen
IR-Aufheller senden Licht aus, das jenseits des menschlichen Sehbereichs liegen soll. In der Praxis gelingt das nicht vollständig. Ein 850 nm Aufheller, wie ihn das HE25L nutzt, erzeugt an der Gerätefront ein schwaches rotes Glimmen. Bei genauem Hinsehen ist es für Menschen erkennbar, und manche Wildarten nehmen es ebenfalls wahr.
Bei 940 Nanometern verschwindet dieser Effekt praktisch vollständig. Die Front bleibt schwach, und Sie leuchten eine Fläche aus, ohne sich selbst zu verraten. Für die Jagd auf vorsichtiges Wild, für Reviere mit Publikumsverkehr und überall dort, wo Sie nicht auffallen wollen, ist das ein echter Vorteil.
Der Preis dafür ist Reichweite. Längere Wellenlängen werden vom Sensor schlechter aufgenommen, weshalb das HE25LN bis 350 Meter ausleuchtet statt bis 400. In der Praxis fällt das kaum ins Gewicht, weil der IR-Aufheller ohnehin für den Nahbereich gedacht ist. Auf weiter entfernte Distanz übernimmt der Wärmebildkanal.
Alles andere ist mit dem HE25L identisch: derselbe 256×192 Wärmebildsensor mit 1200 Metern Reichweite, derselbe 4K Tagkanal mit 3840×2160 Pixeln hinter 60 mm Optik, derselbe Laser bis 1000 Meter, dieselbe Laufzeit über 8 Stunden. Die Wahl zwischen beiden Modellen ist also keine Frage der Leistung, sondern der Sichtbarkeit.
Drei Kanäle und wann Sie welchen nutzen
Das beidäugige Beobachten ist bei diesem Gerätetyp der erste Gewinn. Auf einem mehrstündigen Ansitz ermüdet einäugiges Schauen spürbar, weil das freie Auge im Dunkeln keinen Bezugspunkt findet. Mit beiden Augen am Okular bleiben Sie länger konzentriert als mit einem Monokular der LYNX 3.0 Serie.
In der Dämmerung nutzen Sie den optischen 4K Kanal, der Farben, Zeichnung und Details zeigt. Wird es zu dunkel, schalten Sie den 940 nm Aufheller zu und behalten dieses natürliche Bild bis rund 350 Meter. In völliger Dunkelheit oder wenn Wild hinter Bewuchs steht, wechseln Sie auf den Wärmebildkanal, der unabhängig von Licht arbeitet.
Diese Abfolge ist der praktische Wert des Geräts. Ein reines Wärmebildgerät zeigt Ihnen, dass dort etwas Warmes steht. Der optische Kanal zeigt Ihnen, was es ist. Gerade bei der Ansprache, wo Geweih, Zeichnung oder Körperbau entscheiden, ist das der Unterschied zwischen Vermutung und Gewissheit.
Der Wärmebildkanal mit 256 × 192 Pixeln und 35 mK NETD hat dabei klare Grenzen. Die Erkennung reicht bis zu 1200 Metern, während die sichere Ansprache realistisch bis 120 bis 180 Meter gelingt. Bei Nieselregen oder nach warmen Tagen, wenn der Kontrast zwischen Wild und Hintergrund flach wird, zeigt ein stärkerer Sensor deutlich mehr. Wer darauf Wert legt, nimmt das HQ35L mit 640 × 512 Pixeln oder ein Modell der HABROK PRO Serie.
Laufzeit, Handhabung und Pflege
Über 8 Stunden Laufzeit decken einen vollständigen Nachtansitz ab. Dauerhaft aktiver IR-Aufheller und häufige Lasermessungen senken diesen Wert, in der Praxis schalten Sie den Aufheller aber nur kurzzeitig zu. Im Winter sinkt die Kapazität wie bei allen Lithium-Akkus, die Reserve bleibt dennoch komfortabel.
Für längere Beobachtung nutzen Sie den Gurt und stützen auf der Kanzelbrüstung ab. Bei Vergrößerungen bis 22-fach überträgt sich jede Handbewegung auf das Bild, weshalb sich ein Stativ über das vorhandene Gewinde lohnt, wenn Sie eine Fläche über längere Zeit beobachten.
Die Schutzart IP67 deckt Staub, Regen und Schnee ab. Beschlagene Frontlinsen beim Wechsel von warmer in kalte Luft sind Kondensation und kein Defekt, einige Minuten Akklimatisierung genügen. Reinigen Sie die Linsen nur mit einem Mikrofasertuch und blasen Sie losen Staub vorher ab, weil die Vergütung sonst zerkratzt.
Ein letzter Punkt zur Wellenlänge: Wenn Sie das HE25LN gemeinsam mit Wildkameras einsetzen, prüfen Sie, welche IR-Wellenlänge diese nutzen. Kameras mit 850 nm erzeugen an ihrem Standort dasselbe rote Glimmen, das Sie mit dem 940 nm Fernglas gerade vermeiden wollen. Für ein durchgehend unauffälliges Setup lohnt es sich, beides auf 940 nm abzustimmen.
Alle Modelle der HABROK 4K Serie teilen sich Bedienung, Display und Menüführung. Eine Übersicht aller beidäugigen Geräte finden Sie unter Multispektrum-Fernglas, das vollständige Sortiment im HIKMICRO Markenbereich. Für Geräte an der Waffe sehen Sie sich die THUNDER 3.0 Vorsatzgeräte an.
Technische Daten
| Merkmal | Technischer Wert |
|---|---|
| Gerätetyp | Multispektral-Fernglas mit LRF und IR |
| Wärmebildsensor | 256 × 192 Pixel, VOx |
| NETD | 35 mK |
| Wärmebild-Objektiv | 25 mm |
| Sichtfeld Wärmebild | 7,0° × 5,3° |
| Vergrößerung Wärmebild | 4,3-fach bis 17,2-fach |
| Erkennungsreichweite | bis 1200 m |
| Optischer Kanal | 3840 × 2160 Pixel (4K UHD) |
| Optisches Objektiv | 60 mm |
| Sichtfeld optisch | 6,9° × 4,1° |
| Vergrößerung optisch | 5,5-fach bis 22,0-fach |
| IR-Aufheller | 940 nm, bis 350 m |
| Laser-Entfernungsmesser | bis 1000 m |
| Display | 0,49 Zoll OLED, 1920 × 1080 Pixel |
| Laufzeit | über 8 Stunden |
| Schutzart | IP67 |
| Gewicht | 795 g |
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen HE25LN und HE25L?
Ausschließlich der IR-Aufheller. Das HE25LN nutzt 940 Nanometer und erzeugt an der Gerätefront praktisch kein sichtbares Glimmen, leuchtet dafür nur bis 350 Meter. Das HE25L nutzt 850 Nanometer, leuchtet bis 400 Meter, erzeugt aber ein schwaches rotes Glimmen, das bei genauem Hinsehen erkennbar ist. Wärmebildsensor, optischer Kanal, Laser, Display, Laufzeit und Gewicht sind bei beiden identisch.
Ist der 940 nm IR-Aufheller wirklich unsichtbar?
Für das menschliche Auge ist er praktisch unsichtbar. 940 Nanometer liegen so weit im Infrarotbereich, dass das typische rote Glimmen eines 850 nm Aufhellers entfällt. Vollständig emissionsfrei ist keine IR-Quelle, und Kameras mit IR-Empfindlichkeit können die Strahlung sichtbar machen. Für die jagdliche Praxis bedeutet es, dass Sie eine Fläche ausleuchten können, ohne sich durch ein sichtbares Leuchten zu verraten.
Warum reicht der 940 nm Aufheller weniger weit?
Längere Wellenlängen werden von Bildsensoren schlechter aufgenommen. Bei 940 Nanometern ist die Empfindlichkeit des Sensors geringer als bei 850, weshalb die nutzbare Ausleuchtung auf 350 statt 400 Meter sinkt. Das ist ein physikalischer Zusammenhang und kein Qualitätsunterschied. In der Praxis fällt es kaum auf, weil der Aufheller für den Nahbereich gedacht ist und auf größere Distanz der Wärmebildkanal übernimmt.
Für wen lohnt sich das HE25LN gegenüber dem HE25L?
Für alle, bei denen Unauffälligkeit zählt: Jagd auf vorsichtiges Wild, Reviere mit Publikumsverkehr, Beobachtung in der Nähe von Wegen und Siedlungen. Wer dagegen die zusätzlichen 50 Meter Ausleuchtung braucht und kein Problem mit einem schwachen roten Glimmen hat, fährt mit dem HE25L gleich gut und meist etwas günstiger.
Wie weit kann man mit dem HE25LN ansprechen?
Der Wärmebildkanal erkennt Wärmequellen bis 1200 Meter, die sichere Ansprache von Wildart und Stück gelingt realistisch bis 120 bis 180 Meter. Mit dem optischen 4K Kanal und zugeschaltetem IR-Aufheller sprechen Sie bis rund 350 Meter an, solange die Ausleuchtung reicht. Nebel und starker Regen verkürzen beide Werte deutlich.
Kann ich das HE25LN auf ein Stativ setzen?
Ja, ein Stativgewinde ist vorhanden. Bei 795 Gramm und Vergrößerungen bis 22-fach lohnt sich das für längere Beobachtung erheblich, weil freihändig jede Handbewegung im Bild sichtbar wird. Für kürzere Kontrollen genügt eine Abstützung auf der Kanzelbrüstung.
Wie lange hält der Akku des HE25LN?
Über 8 Stunden im normalen Betrieb, was einen vollständigen Nachtansitz abdeckt. Dauerhaft eingeschalteter IR-Aufheller und häufige Lasermessungen senken diesen Wert. Bei Frost geben Lithium-Akkus weniger Kapazität ab, die Reserve bleibt aber auch für lange Winternächte ausreichend.
Wo finde ich die deutsche Bedienungsanleitung für das HABROK 4K?
HIKMICRO stellt die deutsche Bedienungsanleitung für die HABROK 4K Serie als PDF im Download Center der Herstellerseite bereit. Sie deckt HQ35L, HE25L und HE25LN gemeinsam ab. Eine gedruckte Kurzanleitung liegt jedem Gerät bei. Bei Fragen zum IR-Aufheller oder zum Wechsel zwischen den Kanälen erreichen Sie uns über das Kontaktformular.
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