HIKMICRO LYNX LH35 3.0 Wärmebild-Monokular
1.249,00 €
Die HIKMICRO LYNX LH35 3.0 ist das Modell für weite Distanzen. Das 35 mm Objektiv liefert 3,4-fache Grundvergrößerung und eine Erkennungsreichweite bis 1800 Meter, also doppelt so weit wie die LH15 der gleichen Serie. Für Feldreviere, ausgedehnte Schneisen und Ansitz über offene Flächen ist das die richtige Brennweite. Der 384×288 Sensor löst mit unter 15 mK Temperaturunterschied auf.
- 384 × 288 VOx-Sensor, 12 μm Pixelabstand, NETD unter 15 mK
- 35 mm F1.0 Objektiv mit Fokusring, Erkennung bis 1800 m
- 3,4-fache bis 27,2-fache Vergrößerung, Full-HD AMOLED Display
- 354,5 g inklusive Akku, wechselbare 18650 Zelle, IP67
Wärmebild-Monokular für Feldjagd und weite Schussfelder
Die LH35 3.0 löst ein Problem, das im Feldrevier ständig auftritt: Sie sehen eine Wärmequelle auf 400 Metern und müssen entscheiden, ob es sich lohnt, dorthin zu wechseln. Mit kurzer Brennweite sehen Sie nur einen hellen Fleck. Die 35 mm Optik gibt Ihnen genug Detail, um Größe und Verhalten einzuschätzen, bevor Sie sich in Bewegung setzen.
Die Erkennungsreichweite liegt bei 1800 Metern. Praktisch relevant ist der Bereich darunter: Auf 400 bis 500 Meter können Sie mit der LH35 noch beurteilen, ob dort ein Stück Rehwild, eine Sau oder ein Fuchs steht. Bei den kürzeren Brennweiten der Serie endet diese Möglichkeit deutlich früher. Für die sichere Ansprache mit Geschlechtsbestimmung bleiben realistisch 300 bis 400 Meter, abhängig von Luftfeuchtigkeit und Thermik.
Das Sichtfeld beträgt 13,1 Meter auf 100 Meter Entfernung, also 7,5 mal 4,6 Grad. Das ist deutlich enger als bei der LH19 mit 24,2 Metern. Sie brauchen mehr Schwenks, um eine Fläche abzusuchen, und im dichten Wald wird das schnell unpraktisch. Wer überwiegend im Bestand jagt, ist mit einer kürzeren Brennweite besser bedient. Wer über Raps, Stoppeln und Wiesen schaut, gewinnt mit der LH35 spürbar.
Sensorleistung, Vergrößerung und Bildqualität auf Distanz
Der 384×288 Sensor mit 12 μm Pixelabstand ist derselbe wie in LH19 und LH25. Der Unterschied entsteht allein durch die Optik: das 35 mm Objektiv projiziert ein kleineres Bildfeld auf dieselbe Sensorfläche, wodurch jedes Pixel einen kleineren Winkelbereich abdeckt. Genau deshalb steigt die nutzbare Reichweite, während das Sichtfeld schrumpft.
Der NETD Wert unter 15 mK entscheidet, ob ein Stück auf 400 Metern noch sichtbar bleibt. Auf erhebliche Distanz werden Temperaturunterschiede durch die Luftsäule dazwischen abgeschwächt. Feuchtigkeit, Dunst und Thermik über erwärmten Feldern verschlucken Kontrast. Ein niedriger NETD Wert kompensiert das teilweise und hält das Ziel erkennbar, wo schwächere Sensoren nur noch Rauschen zeigen.
Die Vergrößerung reicht von 3,4-fach bis 27,2-fach über 8-fachen Digitalzoom. Nutzbar bleibt das Bild bis etwa 10-fach bis 12-fach, darüber wird es weich. Zoom Pro rechnet Kanten nach und hält das Bild in den mittleren Stufen brauchbar, ersetzt aber keine optische Vergrößerung. Wenn Sie regelmäßig über 500 Meter ansprechen müssen, führt der Weg zu einem 640×512-Sensor.
Das 0,49 Zoll AMOLED Display mit 1920×1080 Pixeln zeigt die Sensordaten ohne Verlust. Gerade bei hoher Vergrößerung zahlt sich die Displayauflösung aus, weil Details sonst schon an der Anzeige verloren gingen. Das shutterlose HSIS System vermeidet Kalibrierklicks und Bildaussetzer. Image Pro 3.0 glättet Rauschen über mehrere Bilder hinweg, was bei ruhiger Beobachtung auf Distanz sichtbar hilft.
Handhabung, Akkulaufzeit und Witterung
Mit 354,5 Gramm ist die LH35 das schwerste Modell der Serie und 58 Gramm schwerer als die LH15. Das Gehäuse ist mit 169,6 Millimetern auch etwas länger. Freihändig auf hoher Vergrößerung zu beobachten wird dadurch anstrengender. Stützen Sie das Gerät auf der Kanzelbrüstung oder an einem Zielstock ab, wenn Sie länger auf weite Distanz schauen. Das bringt mehr Bildruhe als jede Software.
Der Fokusring ist bei dieser Brennweite kein Komfortmerkmal, sondern notwendig. Die Schärfentiefe ist bei 35 mm gering, ein auf 100 Meter eingestelltes Bild ist auf 400 deutlich unscharf. Gewöhnen Sie sich an, beim Wechsel der Beobachtungsentfernung nachzustellen.
Der wechselbare 18650-Akku hält rund 5 Stunden bei 25 °C und etwa 4,5 Stunden bei –20 °C. Der Tausch dauert Sekunden. Für lange Feldansitze im Winter nehmen Sie eine Ersatzzelle körpernah mit, weil kalte Lithium-Zellen weniger Kapazität liefern.
Das Gehäuse erfüllt IP67 und arbeitet von –30 °C bis 45 °C. Regen, Schnee und Staub sind unkritisch. Beim Einsatz über feuchten Feldern kann die Frontlinse beschlagen, wenn Sie aus einem warmen Fahrzeug kommen. Lassen Sie das Gerät in solchen Fällen einige Minuten an der Außentemperatur akklimatisieren, bevor Sie es nutzen. Aufnahmen speichert die LH35 auf 64 GB intern und überträgt sie per WLAN an die HIKMICRO Sight App.
Technische Daten
| Merkmal | Technischer Wert |
|---|---|
| Sensortyp | VOx ungekühlt |
| Sensorauflösung | 384 × 288 Pixel |
| Pixelabstand | 12 µm |
| NETD | unter 15 mK (25 °C) |
| Objektiv | 35 mm, F1.0 |
| Fokus | Fokusring, manuell |
| Sichtfeld | 7,5° × 4,6° (13,1 m × 8,0 m auf 100 m) |
| Vergrößerung | 3,4-fach bis 27,2-fach (8-fach digital) |
| Erkennungsreichweite | bis 1800 m |
| Bildwiederholrate | 50 Hz |
| Display | 0,49 Zoll AMOLED, 1920 × 1080 Pixel |
| Dioptrienausgleich | -5 dpt bis +3 dpt |
| Bildverarbeitung | Image Pro 3.0, Zoom Pro, HSIS shutterlos |
| Speicher | 64 GB EMMC intern |
| Konnektivität | WLAN, HIKMICRO Sight App |
| Akku | 1 × 18650 Li-Ion, wechselbar |
| Laufzeit | ca. 5 h bei 25 °C, ca. 4,5 h bei –20 °C |
| Schutzart | IP67 |
| Betriebstemperatur | –30 °C bis 45 °C |
| Abmessungen | 169,6 × 53,6 × 49,5 mm |
| Gewicht | 354,5 g inkl. Akku |
5. Häufige Fragen
Wie weit reicht die HIKMICRO LYNX LH35 3.0?
Die LYNX LH35 3.0 erkennt ein rehgroßes Ziel auf bis zu 1800 Meter und hat damit die größte Reichweite der LYNX 3.0 Serie mit 384×288 Sensor. Für die sichere Ansprache von Wildart und Stück rechnen Sie mit 300 bis 400 Metern. Thermik über erwärmten Feldern, Dunst und hohe Luftfeuchtigkeit verkürzen die nutzbare Distanz spürbar.
Für welche Jagdart eignet sich die LYNX LH35 3.0?
Die LH35 3.0 eignet sich für Feldjagd, Ansitz über offene Flächen und alle Situationen mit weiten Schussfeldern. Das enge Sichtfeld von 13,1 Metern auf 100 Meter macht sie im dichten Wald umständlich, weil Sie häufiger schwenken müssen. Für Waldreviere und Bewegungsjagden sind LH19 oder LH25 die praktischere Wahl.
Ist die LYNX LH35 3.0 freihändig ruhig zu halten?
Auf niedriger Vergrößerung ja, bei hohem Zoom wird es schwierig. Mit 354,5 Gramm und 3,4-facher Grundvergrößerung überträgt sich jede Handbewegung auf das Bild. Stützen Sie das Gerät für längere Beobachtungen auf der Kanzelbrüstung, an einem Zielstock oder am Fensterrahmen ab. Diese Abstützung bringt mehr Bildruhe als jede digitale Bildstabilisierung.
Warum beschlägt die Frontlinse manchmal?
Die Frontlinse beschlägt, wenn Sie das warme Gerät in kalte, feuchte Außenluft bringen, etwa beim Aussteigen aus einem geheizten Fahrzeug. Das ist kein Defekt. Lassen Sie die LYNX LH35 3.0 einige Minuten an der Außentemperatur akklimatisieren, bevor Sie sie nutzen. Wischen Sie die Linse nicht trocken ab, solange Staub darauf liegt, da die Vergütung sonst zerkratzen kann.
Muss ich bei der LYNX LH35 3.0 oft nachfokussieren?
Ja, häufiger als bei kürzeren Brennweiten. Die Schärfentiefe ist bei 35 mm gering, sodass ein auf 100 Meter eingestelltes Bild auf 400 m merklich unscharf wird. Stellen Sie den Fokusring beim Wechsel der Beobachtungsentfernung nach. Für den Ansitz lohnt es sich, den Ring vorab auf die Haupt-Schussentfernung einzustellen.
Wo finde ich die deutsche Bedienungsanleitung für die LYNX 3.0?
HIKMICRO stellt die deutsche Bedienungsanleitung für die LYNX 3.0 Serie als PDF im Download Center der Herstellerseite bereit. Sie gilt für alle Modelle der Serie, einschließlich LH15, LH19, LH25 und LH35. Eine gedruckte Kurzanleitung liegt jedem Gerät bei. Bei Fragen zur Bedienung oder zu Menüeinstellungen erreichen Sie uns über das Kontaktformular.
MAECENAS IACULIS
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