Nocpix Vista H50 Wärmebild-Monokular
2.499,00 €
Das Nocpix Vista H50 ist das Vista H50R ohne Laserentfernungsmesser, und es hält dadurch eine Stunde länger durch: 5,5 statt 4,5 Stunden je Akku. Sensor, Optik, Display und Reichweite sind identisch. Wer auf bekannten Entfernungen ansitzt, zahlt hier nicht für eine Funktion, die er nicht nutzt.
- 640×512 Sensor, 12 µm Pixelabstand, NETD unter 15 mK
- 50 mm Objektiv, Blende 0.9, Erkennung bis 2600 m
- 5,5 Stunden je Akku, zwei Wechselakkus im Lieferumfang
- 630 g, IP67, AMOLED mit 2560 × 2560
- Versand innerhalb der EU in 48 bis 72 Stunden
Was Sie ohne Entfernungsmesser gewinnen
Die meisten Vergleiche stellen den Laser als reinen Zugewinn dar. Bei der Vista-Serie ist er ein Tausch, und er hat zwei Seiten.
Sie gewinnen eine Stunde Laufzeit. 5,5 Stunden je Akku gegenüber 4,5 beim Vista H50R. Das Lasermodul zieht Strom, auch wenn Sie nur gelegentlich messen. Über zwei mitgelieferte Akkus gerechnet sind das elf statt neun Stunden Feldzeit, und im Winter, wenn die Kapazität ohnehin sinkt, wiegt dieser Abstand schwerer als bei zwanzig Grad.
Sie gewinnen 20 Gramm und Bauraum. 630 statt 650 Gramm, und das Gehäuse fällt mit 190 × 67 × 79 Millimetern kompakter aus als die 194 × 70 × 82 der Laserversion. Das Lasermodul braucht Platz, und es sitzt vorn, wo es die Balance beeinflusst.
Verzichten müssen Sie auf die Messung. Wer über wechselnde Distanzen ansitzt, in fremdem Revier jagt oder Nachsuchen begleitet, braucht sie. Wer von einer festen Kanzel mit eingemessenen Marken schießt, braucht sie nicht, und genau für diesen Fall ist dieses Modell gedacht. Rechnen Sie ehrlich nach: Wenn Sie den Laser in einer Saison zehnmal benutzen, zahlen Sie für jede Messung einen dreistelligen Betrag und geben dafür jede Nacht eine Stunde Laufzeit ab.
Sensor und Optik, unverändert zur Laserversion
Alles, was das Bild macht, ist bei beiden gleich, und das ist der Punkt: Sie sparen nicht an der Bildqualität.
Der 640×512 Sensor mit 12 µm Pixelabstand sitzt hinter einem 50 mm Objektiv mit Blende 0.9. Die niedrige Blendenzahl ist der wichtigere Teil, weil sie quadratisch in die Signalmenge eingeht: Eine F0.9 Optik lässt deutlich mehr Wärmestrahlung durch als die F1.0- und F1.2 Optiken, die in dieser Klasse verbreitet sind. Bei Nebel, Nieselregen und geringem Temperaturunterschied ist das der Unterschied, den man am Okular sieht.
Daraus folgen 2600 Meter Erkennungsreichweite und ein Sichtfeld von 15 Metern auf 100 Meter, beides identisch mit dem H50R. Wer mehr Blickbreite braucht, findet sie beim Vista S50R mit 31 Metern oder, bei kürzerer Brennweite, beim Vista H35 und dem Vista H35R mit je 22 Metern. Die Wahl der Brennweite ist damit die eigentliche Kaufentscheidung innerhalb der Serie, nicht die Sensorauflösung.
Der NETD-Wert liegt unter 15 mK und ist über die ganze Vista Serie gleich. Nocpix kennzeichnet ihn nicht als Sensor- oder Systemwert, anders als manche Wettbewerber, die zwei Zahlen angeben. Was die Angabe praktisch bedeutet, steht in unserem Beitrag zum NETD-Wert.
Das AMOLED-Display mit 2560 × 2560 Bildpunkten und die 60 Hz Bildrate gehören ebenfalls zur Serienausstattung. Die hohe Displayauflösung zahlt sich beim Zoomen aus, denn was die Bildverarbeitung an Feinzeichnung liefert, muss auch dargestellt werden können.
Bedienung, Robustheit und Pflege
Zwei IBP-7 Akkus mit je 4400 mAh gehören zum Lieferumfang. Sie sind werkzeuglos wechselbar, was im Dunkeln mit kalten Händen mehr zählt, als es auf dem Datenblatt aussieht. Geladen wird über USB-C, entweder im Gerät oder extern.
Das Gehäuse trägt IP67: Die erste Ziffer steht für vollständigen Staubschutz, die zweite für Dichtheit gegen zeitweiliges Untertauchen. Bei Handgeräten begegnet man häufiger IPX7, wo der Staubschutz nicht ausgewiesen ist, und auf trockenen Feldwegen im Sommer kommt mehr Staub an die Optik als Wasser.
Der Betriebsbereich reicht von minus 20 bis plus 50 Grad. Für die Pflege genügt ein Mikrofasertuch für die Frontlinse, bei Feuchtigkeit das Gerät offen trocknen lassen und nicht im geschlossenen Koffer lagern.
Der Augenabstand von 25 Millimetern reicht für Brillenträger, der Dioptrienausgleich läuft von minus vier bis plus sechs. Bilder und Videos landen auf 64 GB internem Speicher und lassen sich über WLAN in die Nocpix App übertragen.
Wer beidäugig beobachten will, findet die Fernglasbauform in der Quest Serie, leichtere Geräte in der Lumi Serie. Alle Handgeräte der Marke stehen unter Nocpix Wärmebild-Monokulare, das komplette Programm im Nocpix Markenbereich. Eine Alternative eines anderen Herstellers mit ähnlicher Ausrichtung ist das Pulsar Telos XG50 ohne Laser.
Technische Daten
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Sensor | 640 × 512 |
| Pixelabstand | 12 µm |
| NETD | unter 15 mK, von Nocpix nicht als Sensor- oder Systemwert gekennzeichnet |
| Bildrate | 60 Hz |
| Objektiv | 50 mm, Blende 0,9 |
| Grundvergrößerung | 4-fach |
| Sichtfeld | 8,8° × 7,0°, 15 × 12 m auf 100 m |
| Erkennungsreichweite | 2600 m, Ziel 1,7 × 0,5 m, Erkennungswahrscheinlichkeit 99 % |
| Display | AMOLED, 2560 × 2560 |
| Augenabstand | 25 mm |
| Austrittspupille | 8 mm |
| Dioptrienausgleich | −4 bis +6 dpt |
| Entfernungsmesser | Keiner, siehe Vista H50R |
| Akku | 2 × IBP-7 Li-Ion, je 4400 mAh, wechselbar, im Lieferumfang |
| Laufzeit | 5,5 h je Akku bei 22 °C |
| Laden | USB-C |
| Schutzart | IP67 |
| Interner Speicher | 64 GB |
| Aufnahme | Foto und Video mit Mikrofon |
| Drahtlos | WLAN, Nocpix App |
| Betriebstemperatur | −20 bis +50 °C |
| Gewicht | 630 g mit Akku |
| Maße | 190 × 67 × 79 mm |
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Vista H50 und H50R?
Das R steht für den eingebauten Laserentfernungsmesser. Das H50R misst bis 1200 Meter, das H50 nicht. Dafür läuft das H50 mit 5,5 statt 4,5 Stunden je Akku eine Stunde länger, wiegt 20 Gramm weniger und baut kompakter. Sensor, Objektiv, Display, Reichweite und Sichtfeld sind bei beiden identisch.
Lohnt sich ein Wärmebild-Monokular ohne Entfernungsmesser?
Ja, wenn Sie von festen Ansitzen mit bekannten Entfernungen jagen. Dort messen Sie die Marken einmal ein und brauchen den Laser nicht. Wer in wechselndem oder fremdem Revier unterwegs ist oder Nachsuchen begleitet, sollte zur Ausführung mit Entfernungsmesser greifen.
Wie lange hält das Vista H50 im Winter?
Nocpix nennt 5,5 Stunden je Akku bei 22 Grad. Bei Frost sinkt die Kapazität von Lithium-Ionen-Zellen spürbar, rechnen Sie also mit weniger. Zwei Akkus liegen bei, und ein körpernah getragener Ersatzakku bleibt betriebswarm und liefert näher an der Nennkapazität.
Ist das Vista H50 für den Wald geeignet?
Eingeschränkt. Mit 50 mm Brennweite zeigt es 15 Meter Breite auf 100 Meter und beginnt bei vierfacher Vergrößerung, was im dichten Bestand knapp ist. Für Wald und Kirrung passt das Vista H35 mit 22 Metern Sichtfeld und dreifacher Grundvergrößerung besser.
Was bedeutet Schutzart IP67 bei diesem Gerät?
IP67 heißt vollständig staubdicht und dicht gegen zeitweiliges Untertauchen. Die erste Ziffer beschreibt den Staubschutz, die zweite den Wasserschutz. Viele Handgeräte tragen nur IPX7, bei dem der Staubschutz nicht geprüft ist, was auf trockenen Feldwegen relevant wird.
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