Pulsar Thermion 2 LRF XP50 PRO Wärmebild-Zielfernrohr

4.499,00 €

Das Pulsar Thermion 2 LRF XP50 PRO wiegt 970 Gramm ohne Wechselakku und ist damit das leichteste Wärmebild-Zielfernrohr der Thermion 2 LRF Baureihe. Der 17 µm Sensor erreicht einen System-NETD von unter 18 mK, den besten Wert der Reihe, gemeinsam mit dem XP60. Der Laserentfernungsmesser misst bis 800 Meter auf einen Meter genau.

  • 640×480 Sensor, 17 µm, System-NETD unter 18 mK
  • 970 g ohne Wechselakku, leichtestes Gerät der Reihe
  • F50 / 1.0 Objektiv, 2- bis 16-fach, Sichtfeld 21,8 m
  • 10 Einschießprofile mit je bis zu 10 Entfernungen
  • 8,5 h Laufzeit, 6000 Joule Rückstoßfestigkeit
Beschreibung

Gewicht auf der Waffe ist kein Nebenwert.

Knapp ein Kilogramm klingt nach wenig, bis es vorn auf der Schiene sitzt. Jedes Gramm über der Laufmitte verschiebt den Schwerpunkt nach vorn und verändert, wie die Waffe im Anschlag steht und wie ruhig sie im freien Anschlag bleibt.

Mit 970 Gramm ohne Wechselakku ist das XP50 PRO das leichteste Gerät der Baureihe. Die 60er-Modelle liegen bei 1,2 Kilogramm, allerdings mit Akku gerechnet, sodass der tatsächliche Abstand kleiner ist als die Zahlen suggerieren. Auch bei ehrlichem Vergleich bleibt das XP50 PRO das leichteste, und es ist mit 420 Millimetern zugleich das kürzeste.

Wer eine leichte Bergbüchse führt oder viel pirscht, merkt das bei jedem Anschlag. Wer von der Kanzel mit aufgelegter Waffe schießt, merkt es kaum, und für den zählen andere Zeilen des Datenblatts mehr.

Die beste Empfindlichkeit der Reihe, ein zweites Mal

Wie das XP60 arbeitet dieses Gerät mit 17 Mikrometer umfassenden Bildpunkten und erreicht damit System-NETD unter 18 mK. Beide XP-Modelle liegen vor den drei Geräten mit 12 µm Sensor.

Der Gewinn zeigt sich bei unscheinbaren Signaturen. Ein Stück, das bei Nieselregen im Bestand steht, hebt sich kaum von der Umgebung ab, und die Frage ist, ob das Gerät diesen kleinen Unterschied vom Bildrauschen trennen kann. Genau das beschreibt der NETD-Wert, und je niedriger er ist, desto geringfügigere Unterschiede werden sichtbar.

Bezahlt wird das mit Auflösung. Das XP50 PRO erkennt bis 1800 Meter, der niedrigste Wert der Baureihe. Für jagdliche Entfernungen ist das irrelevant, jedoch nicht für das Ansprechen auf sehr weite Distanz. Was hinter den zwei NETD-Angaben steckt, erklären wir im Beitrag zum NETD-Wert.

Sichtfeld und Vergrößerung: der ausgewogene Mittelweg

Mit 21,8 Metern auf 100 Meter und einer Vergrößerung von 2- bis 16-fach liegt das XP50 PRO zwischen den Extremen der Reihe. Das XL50 blickt mit 24,6 Metern weiter, das XG60 vergrößert mit 32-fach stärker.

Diese Mitte ist keine Verlegenheitslösung. Wer nicht weiß, ob sein nächstes Revier Wald oder Feld ist, oder wer beides bejagt, fährt mit dem ausgeglichenen Gerät besser als mit einem Spezialisten. Der Klickwert von 21 Millimetern auf 100 Meter bei zweifacher Vergrößerung passt dazu, der Verstellbereich beträgt 4200 Millimeter.

Der Speicher, bei dem Pulsar aus der Reihe fällt

Ein Detail, das kein deutscher Wettbewerber nennt: Das XP50 PRO hat 16 GB internen Speicher, während alle vier anderen Modelle der Baureihe 64 GB führen.

Für Standbilder ist das reichlich. Für Video wird es knapp, denn bei 1024 × 768 und 50 Hz füllen sich 16 GB in wenigen Stunden. Wer Nachsuchen dokumentiert oder regelmäßig aufzeichnet, sollte Aufnahmen nach jedem Ansitz übertragen, statt den Speicher als Archiv zu benutzen.

Anschlag, Akku und Montage

Der Augenabstand beträgt 50 Millimeter wie beim XL50. Bei starken Magnumkalibern geben die 65 Millimeter der 60er Modelle mehr Reserve, die Rückstoßfestigkeit von 6000 Joule ist bei allen gleich. Der Dioptrienausgleich reicht von minus drei bis plus fünf und liegt damit anders als bei den 60er Modellen.

Die Laufzeit beträgt 8,5 Stunden bei 22 Grad, gespeist aus dem fest verbauten APS5 mit 4900 mAh und einem wechselbaren Akku. Damit steht dieses Gerät in der Reihe am besten da.

Die Montage verlangt 30 mm Ringe. Mit 420 Millimetern Länge und 94,5 Millimetern Höhe baut es am kompaktesten, was die Ringwahl etwas entspannt. Prüfen Sie dennoch die entstehende Anschlaghöhe gegen Ihren Schaftrücken.

Wenn das Gewicht nicht der ausschlaggebende Punkt ist

Bleiben Sie ohnehin auf der Kanzel und legen die Waffe an, verliert das Gewichtsargument an Bedeutung, und andere Zeilen rücken nach vorn.

Für mehr Reichweite bei gleicher Empfindlichkeit steht das XP60 mit 60 mm Objektiv bereit, für mehr Übersicht das XL50. Das zweite Gerät unseres Sortiments mit Entfernungsmesser außerhalb dieser Baureihe ist das Trail 3 LRF XR50.

Wer das Wärmebild lieber vor die vorhandene Tagoptik setzt und damit die Rechtsfrage aus dem ersten FAQ-Punkt vermeidet, findet den Ablauf in unserer Anleitung zum Einschießen von Vorsatzgeräten.

Die übrigen Modelle stehen unter Thermion 2 LRF, das gesamte Segment unter Wärmebild-Zielfernrohre. Wer die Tagoptik behalten möchte, sieht sich unter Wärmebild-Vorsatzgeräte oder bei der Krypton 2 Serie um. Das komplette Programm führt der Pulsar Markenbereich.

Technische Daten

Merkmal Wert
Sensor ungekühltes Mikrobolometer, 640 × 480
Pixelabstand 17 µm
NETD Sensor unter 25 mK, System unter 18 mK
Objektiv F50 / 1.0
Vergrößerung 2- bis 16-fach
Sichtfeld 12,4° / 21,8 m auf 100 m
Erkennungsreichweite 1800 m
Display AMOLED, 1024 × 768
Augenabstand 50 mm
Dioptrienausgleich −3 bis +5 dpt
Entfernungsmesser bis 800 m, ±1 m, 905 nm
Akku APS5 4900 mAh fest verbaut plus wechselbarer Akku
Laufzeit 8,5 h bei 22 °C
Klickwert 21 mm auf 100 m bei 2-fach, Verstellbereich 4200 mm
Einschießprofile 10, je bis zu 10 Entfernungen
Rückstoßfestigkeit 6000 J, Kaliber 12 bei glatten Läufen
Schutzart IPX7
Interner Speicher 16 GB, abweichend vom Rest der Reihe
Aufnahme 1024×768, MP4 und JPG
Betriebstemperatur −25 bis +50 °C
Gewicht 0,97 kg ohne Wechselakku
Maße 420 × 78,5 × 94,5 mm
Montage 30 mm Ringe oder einteilige Aufnahme

5. Häufige Fragen

Ist der Besitz eines Wärmebild-Zielfernrohrs in Deutschland strafbar?

Nach der Darstellung der rankenden deutschen Fachhändler ja. Sie berufen sich auf § 40 WaffG mit Anlage 2 Abschnitt 1 Nr. 1.2.4.2, wonach Nachtzielgeräte mit Montagevorrichtung für Schusswaffen verbotene Gegenstände sind, und auf § 52 WaffG für die Strafbarkeit. Erfasst ist nach diesen Quellen bereits der Besitz, nicht erst der Einsatz. Wir liefern ausschließlich an Inhaber einer behördlichen Ausnahmegenehmigung und in Länder mit abweichender Rechtslage. Dieser Hinweis ersetzt keine anwaltliche Prüfung Ihres Einzelfalls.

Was unterscheidet das Thermion 2 LRF XP50 PRO vom Thermion 2 XP50 PRO?

Der Laserentfernungsmesser und das Gehäuse. Sensor, Objektiv, Vergrößerung und Display sind identisch. Die LRF-Version misst bis 800 Meter, baut 420 × 78,5 × 94,5 Millimeter und wiegt 970 Gramm. Die Version ohne Entfernungsmesser ist flacher und leichter.

Warum hat dieses Modell nur 16 GB Speicher?

Das gibt Pulsar so an, und es weicht von den 64 GB der übrigen vier Modelle der Baureihe ab. Für Fotos genügt es reichlich, für längere Videoaufzeichnungen wird es knapp. Übertragen Sie Aufnahmen regelmäßig, statt den Speicher als Archiv zu nutzen.

Ist das XP50 PRO für schwere Kaliber geeignet?

Ja, Pulsar gibt 6000 Joule für gezogene Läufe an. Beachten Sie den Augenabstand von 50 Millimetern: Bei sehr starken Magnumkalibern bieten die 60er Modelle mit 65 Millimetern mehr Abstand zwischen Okular und Braue.

Welches Thermion 2 LRF ist das leichteste?

Das XP50 PRO mit 970 Gramm ohne Wechselakku, gefolgt vom XL50 mit 1,03 Kilogramm. Die drei 60er Modelle geben 1,2 Kilogramm an, allerdings einschließlich Wechselakku, sodass der reale Abstand kleiner ausfällt als die Zahlen vermuten lassen.

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