Pulsar Krypton 2 FXQ35 Wärmebild-Vorsatzgerät

1.949,00 €

Das Pulsar Krypton 2 FXQ35 ist ein Wärmebild-Vorsatzgerät für kurze und mittlere Distanzen. Das 35-mm-Objektiv liefert ein Sichtfeld von 18,7 Metern auf 100 Meter, also rund ein Fünftel mehr Übersicht als die 50-mm-Variante. Damit finden Sie Wild im Bestand schneller. Mit 440 Gramm ist es das leichteste Gerät der Baureihe.

  • 384×288 Sensor, 17 µm Pixelabstand, System-NETD unter 20 mK
  • F35 / 1.0 Objektiv, Sichtfeld 18,7 m auf 100 m, Erkennung bis 1300 m
  • 3 Einschießprofile, Klickwert 21 mm auf 100 m, rückstoßfest bis 6000 J
  • AMOLED-Display 1920 × 1080, wechselbarer IPS-7-Akku, bis 11 Stunden Laufzeit

1 vorrätig

Beschreibung

Warum 35 Millimeter im Wald die bessere Wahl sind

Brennweite ist immer ein Tausch zwischen Übersicht und Reichweite. Das FXQ35 nimmt bewusst die Übersicht.

Sein Sichtfeld misst 10,7 mal 8,0 Grad, also 18,7 Meter auf 100 Meter Entfernung. Das Krypton 2 FXG50 kommt an derselben Stelle auf 15,4 Meter. Drei Meter klingen wenig, im Bestand sind sie der Unterschied zwischen einem gefundenen und einem übersehenen Stück. Sie schwenken weniger, und Wild, das seitlich austritt, bleibt im Bild.

Der Preis dafür ist Reichweite: 1300 statt 2300 Meter Erkennung. Auf dem freien Feld ist das eine echte Einschränkung. Im Wald, an der Kirrung und überall dort, wo die Schussdistanz unter 150 Metern liegt, spielt es praktisch keine Rolle, weil Sie diese Entfernungen ohnehin nicht nutzen.

Wer zwischen Wald und Feld wechselt, fährt mit dem FXQ35 meist besser als mit dem Trail 3 LRF XQ50 oder einem anderen 50-mm-Gerät. Das engere Sichtfeld eines 50ers kostet im Bestand mehr, als die Mehrreichweite auf der Fläche einbringt. Eine ausführliche Abwägung steht auf unserer Übersicht zu Wärmebild-Vorsatzgeräten.

Sensor, Pixelabstand und die zwei NETD-Werte

Der Sensor löst 384 × 288 Bildpunkte bei 17 µm Pixelabstand auf. Dieser Wert verdient eine Anmerkung, weil er innerhalb derselben Baureihe abweicht: Das FXG50 arbeitet mit 12 µm. Geräumigere Pixel sind dabei nicht automatisch schlechter. Auf jedes einzelne Pixel fällt mehr Strahlung, was dem Signal zugutekommt, während die Gesamtauflösung niedriger ausfällt. Es ist ein Tausch, keine Rangfolge.

Pulsar nennt zwei NETD-Werte: unter 25 mK für den Sensor und unter 20 mK für das Gesamtsystem. Der zweite beschreibt das fertige Gerät mit Bildverarbeitung und ist der praxisrelevante. Was die Zahl im Revier bedeutet und wann sie zählt, steht im Beitrag zum NETD-Wert.

Das F35 / 1.0 Objektiv ist lichtstark. Die Blendenzahl 1.0 bedeutet, dass viel Infrarotstrahlung auf den Sensor fällt, und das entscheidet bei Nieselregen, Dunst oder warmem Boden im Sommer darüber, ob eine Kontur sichtbar bleibt oder im Rauschen verschwindet.

Als Anzeige dient ein AMOLED-Panel mit 1920 × 1080 Pixeln. Der Vorteil gegenüber einem LCD zeigt sich nachts: Dunkle Bildbereiche bleiben wirklich schwach und leuchten nicht grau nach, was das Auge über mehrere Stunden schont.

Vorsatzgerät, mit Adapter auch Handgerät

Ab Werk arbeitet das FXQ35 mit einfacher Vergrößerung als Vorsatz vor Ihrer Tagoptik. Pulsar empfiehlt an der Tagoptik eine zwei- bis sechsfache Vergrößerung. Drehen Sie höher, vergrößern Sie die Pixelstruktur des Vorsatzgeräts mit, wodurch das Bild gröber wird, ohne mehr Detail zu zeigen.

Mit dem separat erhältlichen Adapter Pulsar 3×20 B lässt sich daraus ein Handgerät mit dreifacher Vergrößerung machen. Der Adapter gehört nicht zum Standardlieferumfang. Wer überwiegend beobachten will, ist mit einem eigenen Handgerät aus der Telos Serie oder der kompakteren Axion Reihe besser bedient.

Einschießen, Profile und Feldtauglichkeit

Drei Einschießprofile stehen zur Verfügung, benannt A, B und C. Das ist weniger als bei den Wärmebild-Zielfernrohren von Pulsar, die bis zu zehn Profile speichern. Der Klickwert beträgt 21 Millimeter auf 100 Meter. Das ist gröber als die 15 Millimeter des FXG50, was an der kürzeren Brennweite liegt: Ein Klick verschiebt das Bild um denselben Pixelbetrag, der bei weiterem Sichtfeld mehr Zentimetern entspricht. Für die Praxis heißt das, Sie treffen die gewünschte Korrektur in etwas gröberen Schritten.

Korrigiert wird ausschließlich am Vorsatzgerät. Die Türmchen Ihres Zielfernrohrs bleiben unangetastet, sonst verlieren Sie die Nullstellung für den Einsatz ohne Wärmebild. Den vollständigen Ablauf beschreibt unsere Anleitung zum Einschießen von Vorsatzgeräten.

Der IPS-7-Akku mit 6400 mAh ist wechselbar und trägt bis zu 11 Stunden bei 22 Grad. Bei Frost sinkt die Kapazität, ein geladener Ersatz in der Innentasche bleibt betriebswarm. Die Rückstoßfestigkeit liegt bei 6000 Joule und deckt Kaliber 12 bei glatten Läufen ab. Die Schutzart ist IPX7, also Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen ohne ausgewiesenen Staubschutz.

Mit 440 Gramm inklusive Akku und Maßen von 116 × 73 × 83 Millimetern ist das FXQ35 kompakter als jedes andere Gerät der Baureihe. Aufnahmen speichert es auf 16 GB internem Speicher.

Der Adapter entscheidet über die Präzision. Maßgeblich ist der Außendurchmesser Ihres Objektivs. Nennen Sie uns Hersteller und Modell Ihrer Optik, dann nennen wir Ihnen den passenden Adapter. Als Alternative mit deutlich engerem Sichtfeld, aber 640er Sensor steht die HIKMICRO THUNDER 3.0-Serie bereit. Das komplette Programm finden Sie im Pulsar Markenbereich.

Technische Daten

Merkmal Wert
Sensor ungekühltes Mikrobolometer, 384×288
Pixelabstand 17 µm
NETD Sensor unter 25 mK, System unter 20 mK
Objektiv F35 / 1.0
Vergrößerung 1-fach als Vorsatz, 3-fach mit Adapter 3 x 20 B
empfohlene Tagoptik 2- bis 6-fach
Sichtfeld 10,7° × 8,0° / 18,7 m auf 100 m
Erkennungsreichweite 1300 m
Display AMOLED, 1920 × 1080
Einschießprofile 3 (A, B, C)
Klickwert 21 mm auf 100 m
Akku IPS 7 Li-Ion, 6400 mAh, 3,7 V, wechselbar
Laufzeit bis 11 h bei 22 °C
Rückstoßfestigkeit 6000 J, Kaliber 12 glatt
Schutzart IPX7
Interner Speicher 16 GB eMMC
Gewicht 0,44 kg mit Akku
Maße 116 × 73 × 83 mm

Häufige Fragen

Reicht ein 384er Sensor für die Jagd aus?

Für Schussentfernungen bis etwa 150 Meter reicht er in aller Regel aus. Ein 640er Sensor zeigt mehr Detail und hilft vor allem beim Ansprechen auf größere Distanz. Im Waldrevier, wo das weite Sichtfeld des FXQ35 den Ausschlag gibt, ist die geringere Auflösung selten der begrenzende Faktor. Wer dennoch mehr Detail will, ohne Sichtfeld aufzugeben, schaut sich das HIKMICRO THUNDER TQ35C 3.0 an.

Warum hat das FXQ35 17 µm und das FXG50 12 µm?

Weil Pulsar für die beiden Modelle unterschiedliche Sensoren verbaut. Ein größerer Pixelabstand sammelt pro Pixel mehr Strahlung, liefert aber weniger Gesamtauflösung. Das ist ein Tausch zwischen Signalstärke und Detailmenge, keine Rangfolge zwischen besser und schlechter.

Wie weit kann ich mit dem FXQ35 Wild sicher ansprechen?

Realistisch auf 250 bis 350 Meter, abhängig von Witterung und Hintergrund. Die angegebene Erkennungsreichweite von 1300 Metern beschreibt nur, ab wann das Gerät eine Wärmequelle wahrnimmt, nicht ab wann Sie Wildart und Stück bestimmen können.

Auf welche Vergrößerung stelle ich mein Zielfernrohr ein?

Auf zwei- bis sechsfach, so empfiehlt es Pulsar. Das Vorsatzgerät liefert ein festes Bild, das die Tagoptik samt Pixelstruktur mitvergrößert. Höhere Vergrößerung macht das Bild deshalb gröber statt detaillierter.

Ist der Monokular-Adapter im Lieferumfang enthalten?

Nein. Das Gerät wird als Vorsatzgerät mit einfacher Vergrößerung ausgeliefert. Für den Umbau zum dreifach vergrößernden Handgerät brauchen Sie den Adapter Pulsar 3×20 B, den Pulsar als separat erhältliches Zubehör führt. Manche Händlerpakete legen ihn bei, deshalb lohnt der Blick in den konkreten Lieferumfang.

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