ThermTec Ibex 320L Wärmebild-Zielfernrohr mit LRF

1.249,00 €

Das ThermTec Ibex 320L ist der Einstieg in die Ibex Serie und zeigt mit 23 Metern auf 100 Meter das weiteste Bildfeld der Reihe. Das 20 mm Objektiv arbeitet bei Blende 0.9, der Laserentfernungsmesser reicht bis 1000 Meter.

  • 23,0 Meter Bildfeld auf 100 Meter, 13,1 mal 9,8 Grad
  • 20 mm bei Blende 0.9, 384×288 Sensor, NETD unter 18 mK
  • Laserentfernungsmesser bis 1000 m mit Ballistikrechner
  • Wechselakku 18650, 64 GB, IP67, 6000 Joule Rückstoß
  • Versand innerhalb der EU in 48 bis 72 Stunden

2 vorrätig

Beschreibung

Wichtiger rechtlicher Hinweis vor dem Kauf

Nach Deutschland und in die Schweiz liefern wir dieses Gerät nicht.

Ein vollintegriertes Wärmebild-Zielfernrohr besitzt ein eigenes Absehen und eine Montagevorrichtung für die Waffe. In Deutschland fällt es damit unter Anlage 2 Abschnitt 1 Nr. 1.2.4.2 des Waffengesetzes und ist eine verbotene Waffe; die Ausnahme in § 40 Abs. 3 WaffG gilt allein für Vorsatz- und Aufsatzgeräte ohne eigenes Absehen. In der Schweiz führt das Bundesamt für Polizei Nachtsichtzielgeräte als verbotenes Waffenzubehör, und die Jagdverordnung untersagt in Art. 2 Bst. e Laserzielgeräte, Nachtsichtzielgeräte und Gerätekombinationen mit vergleichbarer Funktion.

In Österreich sind Erwerb und Besitz zulässig. Die jagdliche Verwendung regelt jedes Bundesland eigenständig: Die Landesjagdgesetze verbieten elektronische Zielhilfen grundsätzlich und lassen Ausnahmen zu, überwiegend für Schwarzwild. In Niederösterreich etwa erlaubt § 33a NÖ-JVO die nächtliche Verwendung auf Schwarz-, Raub- und Haarraubwild, wenn Sie die Jagdkarte seit mindestens drei Jahren führen oder einen Kurs des NÖ Jagdverbandes besucht haben und die schriftliche Zustimmung des Jagdausübungsberechtigten vorliegt. Kärnten regelt es in § 68 Kärntner Jagdgesetz, das Burgenland in § 95 Jagdgesetz 2017. Tirol und Vorarlberg sind restriktiv und lassen im Wesentlichen nur die Nachsuche zu.

Prüfen Sie vor dem Kauf die Regelung Ihres Bundeslandes bei der Landesjägerschaft. Dies ist keine Rechtsberatung.

Warum 20 Millimeter hier die interessante Brennweite sind

Von den drei Ibex Modellen trägt dieses die kürzeste Optik, und daraus folgt das weiteste Bild. Das Sichtfeld beträgt 13,1 mal 9,8 Grad, auf 100 Meter also 23,0 mal 17,3 Meter.

Zum Vergleich innerhalb der Serie: Die beiden Modelle mit 35 Millimetern zeigen 13,2 Meter auf dem kleinen und 21,9 Meter auf dem großen Sensor. Dieses Gerät liegt also vor beiden, und das bei der niedrigsten Grundvergrößerung von 2,1-fach.

Nachgerechnet ist das aus 384 Bildpunkten mal 12 Mikrometern Sensorbreite und 288 mal 12 Mikrometern Höhe hinter 20 Millimetern Brennweite; die Herstellerangabe geht ohne Rest auf, und die volle Sensorfläche wird genutzt.

Wofür das taugt: Für den Ansitz auf kurze bis mittlere Entfernung, für Kirrungen im Bestand, für bewegtes Wild und überall dort, wo Sie das Stück im Bild halten müssen, während es sich bewegt. Ein weites Bild verzeiht Fehler beim Anstreichen, ein enges nicht.

Wofür nicht: Pro Bildpunkt deckt die Optik 0,6 Milliradiant ab, auf 100 Meter also sechs Zentimeter. Ein Rehkörper von 70 Zentimetern wird damit auf 100 Meter von rund zwölf Bildpunkten erfasst, auf 150 Meter nur noch von acht. Die ehrliche Ansprechgrenze liegt bei 80 bis 130 Metern. Die Herstellerangabe von 1000 Metern beschreibt das Erscheinen einer Wärmequelle im Bild, nicht das Beurteilen eines Stücks.

Entfernungsmesser, Absehen und Einschießen

Der Laserentfernungsmesser reicht bis 1000 Meter und speist einen Ballistikrechner, dem Sie Montagehöhe, Windgeschwindigkeit und Windrichtung, Geschossgewicht, Mündungsgeschwindigkeit, ballistischen Koeffizienten, Temperatur und Luftdruck vorgeben. Das Handbuch weist ausdrücklich darauf hin, dass der Ballistikrechner erst nach dem Einschießen sinnvoll arbeitet.

Zum Einschießen stehen sechs Profile bereit, die Entfernung, Geschosstyp und Absehenkoordinaten speichern. Das Verfahren: Einschießentfernung wählen, Schuss abgeben, mit der Freeze-Funktion das Absehen auf dem Haltepunkt einfrieren und die Koordinaten auf das Einschussloch verschieben. Der Hersteller empfiehlt, bei einer Temperatur nahe der späteren Einsatztemperatur einzuschießen, und rät davon ab, Änderungen für dieselbe Waffe über mehrere Profile zu verteilen.

Die Montage erfolgt über Standardringe mit 30 Millimetern, die Rückstoßfestigkeit liegt bei 6000 Joule an gezogener Waffe.

Ausstattung und Einordnung

Das AMOLED-Display löst 1600 mal 1200 Punkte auf 0,5 Zoll auf und ist damit deutlich feiner gerastert als die 1024 mal 768 der ThermTec Handgeräte. Der Sensor arbeitet mit 50 Hertz im Bereich von 8 bis 14 Mikrometern bei einem NETD unter 18 Millikelvin.

Der Strom kommt aus einem wechselbaren 18650-Akku mit bis zu sechs Stunden Laufzeit. Dazu 64 Gigabyte interner Speicher, IP67 und ein Digitalzoom von 1- bis 4-fach, womit sich rechnerisch 8,4-fach ergeben. Mit 720 Gramm ohne Akku ist dieses Modell das leichteste der Serie.

In der Serie: Stärker vergrößert das Ibex 335L mit 3,7-fach, den großen Sensor und die lichtstärkste Optik trägt das Ibex 635L, beide in der Ibex Serie.

Für Kunden in Deutschland und der Schweiz kommen stattdessen Vorsatzgeräte infrage, die dort zulässig sind: die Hunt Pro Serie mit Hunt 335 Pro und Hunt 650 Pro. Reine Beobachtungsgeräte sind überall erlaubt und stehen in ThermTec Wärmebild-Monokulare, das Gesamtsortiment im ThermTec Bereich. Weitere Marken führen HIKMICRO und Pulsar. Die Rechtslage nach Ländern fasst die Rechtsübersicht Wärmebildtechnik zusammen.

Technische Daten

Merkmal Wert
Bauart Vollintegriertes Zielfernrohr mit eigenem Absehen, Lieferung nur Österreich
Sensor 384×288, ungekühlter Mikrobolometer
Pixelabstand 12 µm
NETD unter 18 mK
Bildrate 50 Hz
Spektralbereich 8 bis 14 µm
Objektiv 20 mm, Blende F0.9
Grundvergrößerung 2,1-fach
Digitalzoom 1- bis 4-fach, gesamt bis 8,4-fach
Sichtfeld 13,1° × 9,8°, 23,0 × 17,3 m auf 100 m, nachgerechnet
Winkel je Bildpunkt 0,6 mrad
Entdeckungsreichweite 1000 m, Rechenwert des Herstellers, siehe Abschnitt 8
Laserentfernungsmesser bis 1000 m
Ballistikrechner ja, nach dem Einschießen zu nutzen
Display AMOLED, 0,5 Zoll, 1600×1200
Absehen mehrere Typen und Farben, siehe Abschnitt 8 zur Quellenlage
Einschießen 6 Profile, manuell und per Freeze
Montage Standardringe 30 mm
Rückstoßfestigkeit 6000 J
Akku wechselbar, 18650
Laufzeit bis 6 h
Interner Speicher 64 GB
Schutzart IP67
Gewicht 720 g ±5 g ohne Akku
Maße von keiner Quelle angegeben
Betriebstemperatur von keiner Quelle angegeben
Garantie von keiner Quelle angegeben

Häufige Fragen

Darf ich ein Wärmebild-Zielfernrohr in Österreich kaufen und besitzen?

Ja, in Österreich ist der Erwerb zulässig; ein waffenrechtliches Verbot wie in Deutschland besteht nicht. Die jagdliche Verwendung ist davon getrennt und wird von jedem Bundesland eigenständig geregelt: Die Landesjagdgesetze untersagen elektronische Zielhilfen grundsätzlich und lassen Ausnahmen zu, überwiegend für Schwarzwild und teilweise für Raubwild. Niederösterreich regelt das in § 33a NÖ-JVO, Kärnten in § 68 Kärntner Jagdgesetz, das Burgenland in § 95 Jagdgesetz 2017. Tirol und Vorarlberg beschränken die Verwendung im Wesentlichen auf die Nachsuche. Erkundigen Sie sich vor dem Kauf bei Ihrer Landesjägerschaft. Dies ist keine Rechtsberatung.

Warum liefern Sie nicht nach Deutschland oder in die Schweiz?

Weil das Gerät dort nicht zulässig ist. In Deutschland ist ein vollintegriertes Zielfernrohr mit eigenem Absehen und Waffenmontage nach Anlage 2 Abschnitt 1 Nr. 1.2.4.2 WaffG eine verbotene Waffe, und die Ausnahme des § 40 Abs. 3 WaffG für Jagdscheininhaber erfasst nur Vorsatz- und Aufsatzgeräte ohne eigenes Absehen. In der Schweiz führt das Bundesamt für Polizei Nachtsichtzielgeräte als verbotenes Waffenzubehör; der Erwerb setzt eine Bewilligung des kantonalen Waffenbüros voraus, und die Jagdverordnung untersagt sie in Art. 2 Bst. e für die Jagd. Für beide Länder führen wir stattdessen Vorsatzgeräte, die dort für Jagdscheininhaber zulässig sind.

Wie weit kann ich mit dem Ibex 320L ansprechen?

Realistisch 80 bis 130 Meter, je nach Luftfeuchte, Untergrundtemperatur und Wildart. Abgeleitet ist das aus dem Winkel je Bildpunkt von 0,6 Milliradiant: Auf 100 Meter deckt ein Bildpunkt sechs Zentimeter ab, sodass ein Rehkörper von 70 Zentimetern von etwa zwölf Punkten erfasst wird, auf 150 Meter nur noch von acht. Die Herstellerangabe von 1000 Metern beschreibt dagegen, auf welche Entfernung eine Wärmequelle überhaupt im Bild erscheint. Wer weiter ansprechen will, braucht eine längere Brennweite: Das Ibex 335L und das Ibex 635L tragen 35 Millimeter.

Welches Ibex Modell passt zu mir?

Die Serie hat drei Modelle. Dieses Gerät mit 20 Millimetern zeigt mit 23,0 Metern auf 100 Meter das weiteste Bild bei 2,1-facher Vergrößerung und eignet sich für kurze Entfernungen und bewegtes Wild. Das Ibex 335L trägt 35 Millimeter auf demselben Sensor, vergrößert 3,7-fach und zeigt 13,2 Meter. Das Ibex 635L hat denselben 35-Millimeter-Blickwinkel auf einem 640×512 Sensor, zeigt dadurch 21,9 Meter, vergrößert 2,2-fach und besitzt mit Blende 0.8 die lichtstärkste Optik. Ein Ibex 650L existiert nicht; dieses Modell gehört zur Oryx Reihe.

Muss ich das Gerät einschießen?

Ja. Anders als ein Vorsatzgerät ersetzt ein Zielfernrohr Ihre Tagesoptik vollständig und bringt ein eigenes Absehen mit, das auf die Waffe eingeschossen werden muss. Dafür stehen sechs Profile bereit, die Entfernung, Geschosstyp und Absehenkoordinaten speichern. Sie wählen die Einschießentfernung, geben einen Schuss ab, frieren das Bild mit der Freeze-Funktion auf dem Haltepunkt ein und verschieben die Koordinaten auf das Einschussloch. Der Hersteller empfiehlt, bei einer Temperatur nahe der späteren Einsatztemperatur einzuschießen, und der Ballistikrechner ist erst nach dem Einschießen sinnvoll.

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