Die Vidar 2.0 Serie ist die kurz bauende Zielfernrohrreihe von ThermTec. Alle acht Artikel teilen bis zu 18 Stunden Laufzeit aus zwei Wechselzellen, einen Start in rund drei Sekunden, fünf Nullungsprofile mit Auto-Zero, bis zu sieben Absehen, sechs Farbpaletten, Bild-im-Bild, ein Fokusrad oben am Gehäuse, 64 Gigabyte Speicher, WLAN, IP67 und eine mitgelieferte 22-mm-Schiene. Unterschiedlich sind Sensor, Objektiv und die Entfernungsermittlung.
Vier Bauformen, acht Artikel
Jede Bauform gibt es zweimal: ohne Zusatz mit KI-gestützter Entfernungsschätzung und mit dem Zusatz L mit Laserentfernungsmesser und App-gestützter Ballistik. Beide Ausführungen haben eine eigene Seite, verlinkt in der Kopf- und der letzten Zeile.
| 335 | 360 | 650 | 660 | |
|---|---|---|---|---|
| Sensor | 384 × 288 | 384 × 288 | 640 × 512 | 640 × 512 |
| Objektiv | 35 mm fest | 20 und 60 mm | 50 mm fest | 20 und 60 mm |
| Vergrößerung | 3,2-fach | 1,8 und 5,5-fach | rund 2,8-fach | 1,1 und 3,2-fach |
| Bildbreite auf 100 m | 13,2 m | 23,0 und 7,7 m | 15,4 m | 38,4 und 12,8 m |
| Winkel je Bildpunkt | 0,343 mrad | 0,6 und 0,2 mrad | 0,24 mrad | 0,6 und 0,2 mrad |
| Ansprechen, abgeleitet | 180 bis 280 m | 80 bis 450 m | 250 bis 400 m | 80 bis 450 m |
| NETD | ≤18 mK | ≤18 mK, siehe unten | ≤18 mK | ≤20 mK |
| Ausführung mit Laser | 335L | 360L | 650L | 660L |
Nach Aufgabe gewählt: Das 660 für bewegtes Wild und große Flächen, weil 38,4 Meter Bildbreite ein flüchtendes Stück im Bild halten. Das 360 für dieselbe Flexibilität mit stärkerer Vergrößerung bei kleinerem Sensor. Das 650 für den Feldansitz auf feste Entfernungen, ohne Umschaltmechanik. Das 335 als günstigster Einstieg für Reviere bis etwa 280 Meter.
Beachten Sie, dass die Ansprechentfernung allein von Pixelabstand und Brennweite abhängt. Die beiden Geräte mit 20 und 60 Millimetern erreichen daher dieselben Werte, obwohl ihre Sensoren verschieden groß sind. Der größere Sensor liefert kein feineres Bild, sondern ein weiteres.
Was die Vidar Reihe von Ibex und Oryx unterscheidet
ThermTec baut drei Zielfernrohrreihen, und sie unterscheiden sich nicht im Sensor, sondern in dem, was darum herum sitzt:
| Ibex | Oryx | Vidar 2.0 | |
|---|---|---|---|
| Laufzeit | bis 6 h | bis 8 h je Zelle | bis 18 h |
| Display | 1600 × 1200 | 2560 × 2560 | 1024 × 768 |
| Nullungsprofile | 6 | 6 | 5, mit Auto-Zero |
| Doppeloptik | Nein | Nein | Ja, zwei Modelle. |
| Siehe Abschnitt 7 |
Die Vidar Reihe tauscht Displayauflösung gegen Ausdauer, kurze Bauform und die Option auf zwei Objektive. Für durchgehende Nächte, für mehrtägige Ansitze ohne Lademöglichkeit und für kurze Systeme mit Schalldämpfer ist das der bessere Handel. Wer das feinste Bild im Okular will, nimmt die Oryx Reihe; wer am wenigsten ausgeben will, die Ibex Reihe.
Hinzu kommt die Auto-Zero-Funktion, die es in den anderen beiden Reihen nicht gibt: Sie friert nach dem Schuss das Bild ein und erlaubt, das Absehen direkt auf das Einschussloch zu ziehen, statt Klicks zu zählen.
Rechtslage in drei Ländern
Österreich: Erwerb zulässig, kein waffenrechtliches Verbot. Über die jagdliche Verwendung entscheidet jedes Bundesland; die Landesjagdgesetze untersagen elektronische Zielhilfen zunächst und öffnen Ausnahmen überwiegend für Schwarzwild, häufig unter Auflagen wie einem Kurs oder der Zustimmung des Jagdausübungsberechtigten. Fundstellen sind unter anderem § 33a NÖ-JVO, § 68 Kärntner Jagdgesetz und § 95 Burgenländisches Jagdgesetz 2017; Tirol und Vorarlberg beschränken die Verwendung im Kern auf die Nachsuche, Wien auf behördliche Reduktionsprogramme.
Deutschland: verboten. Wer ein eigenes Absehen und eine Montagevorrichtung mitbringt, fällt unter Anlage 2 Abschnitt 1 Nr. 1.2.4.2 WaffG, und die Ausnahmevorschrift des § 40 Abs. 3 WaffG reicht nur bis zu Vorsätzen und Aufsätzen ohne eigenes Absehen.
Schweiz: bewilligungspflichtig. Nachtsichtzielgeräte zählen beim Bundesamt für Polizei zum verbotenen Waffenzubehör; der Erwerb verlangt eine Bewilligung des kantonalen Waffenbüros, und für die Jagd greift Art. 2 Bst. e der Jagdverordnung.
Kunden in Deutschland und der Schweiz bedienen wir mit Vorsatzgeräten, die dort für Jagdscheininhaber offenstehen, nämlich der Hunt Pro Serie. Reine Beobachtungsgeräte kennen ohnehin keine Sonderregel und stehen in ThermTec Wärmebild-Monokulare; das Gesamtsortiment im ThermTec Bereich, weitere Marken bei HIKMICRO und Pulsar. Dies ist keine Rechtsberatung.
Häufige Fragen zur ThermTec Vidar 2.0 Serie
Welche Modelle gehören zur Vidar 2.0 Serie?
Vier Bauformen in je zwei Ausführungen, also acht Artikel. Das Vidar 335 2.0 mit 384×288 Sensor und festem 35 mm Objektiv, das Vidar 360 2.0 mit demselben Sensor und umschaltbaren Objektiven von 20 und 60 Millimetern, das Vidar 650 2.0 mit 640×512 Sensor und festem 50 mm Objektiv, und das Vidar 660 2.0 mit 640×512 und derselben Doppeloptik. Jede Bauform führen wir zweimal, ohne Zusatz mit KI-gestützter Entfernungsschätzung und einmal mit dem Zusatz L„“ mit Laserentfernungsmesser samt ballistischer Berechnung über die App, und jede dieser acht Ausführungen hat eine eigene Produktseite.
Was unterscheidet die Vidar 2.0 Serie von Ibex und Oryx?
Die Vidar Reihe baut kurz und läuft lang. Bis zu 18 Stunden aus zwei Wechselzellen stehen gegen bis zu sechs Stunden bei Ibex und bis zu acht Stunden je Zelle bei Oryx. Bezahlt wird das mit der Displayauflösung: 1024 mal 768 Punkte gegenüber 1600 mal 1200 bei Ibex und 2560 mal 2560 bei Oryx. Dazu ist Vidar die einzige der drei Reihen mit Modellen mit zwei umschaltbaren Objektiven und mit einer Auto-Zero-Funktion. Sensor, Pixelabstand und damit die Ansprechentfernung sind bei gleicher Brennweite in allen drei Reihen gleich.
Was bedeutet das L in der Modellbezeichnung?
Es steht für den Laserentfernungsmesser. Die L-Modelle messen die Entfernung per Laser und schalten damit die ballistische Berechnung frei, die über die Hersteller-App Haltepunktempfehlungen liefert. Die Ausführungen ohne L nutzen stattdessen eine KI-gestützte Verhältnisschätzung, die per Joystick bedient wird und aus der Bildgröße eines erkannten Objekts eine Distanz ableitet; das ist eine Schätzung und kein Messwert. Technisch sind die beiden Ausführungen sonst identisch. Der Laser lohnt sich vor allem bei den Modellen mit langer Brennweite, die bis 400 oder 450 Meter ansprechbar sind.
Worauf muss ich beim Kauf achten, damit ich die richtige Generation bekomme?
Auf den Zusatz 2.0 in der Bezeichnung. Es gibt Vidar Geräte der ersten Generation mit demselben Modellnamen, aber deutlich schwächeren Werten: Bei einem Vergleichsmodell fand ich 25 statt 18 Millikelvin und 14 statt 18 Stunden Laufzeit, bei einem um rund tausend Euro niedrigeren Preis. Die Bezeichnung unterscheidet sich nur durch die angehängte 2.0, weshalb Verwechslungen im Handel vorkommen. Prüfen Sie den Zusatz in Artikelbezeichnung, Rechnung und auf dem Gerät.
Multispektrum-Fernglas
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THUNDER 3.0
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