Pulsar Thermion 2 LRF XL50 Wärmebild-Zielfernrohr

5.099,00 €

Das Pulsar Thermion 2 LRF XL50 zeigt auf 100 Meter einen Ausschnitt von 24,6 Metern, mehr als jedes andere Gerät der Baureihe. Möglich macht das die Grundvergrößerung von nur 1,75-fach zusammen mit dem 1024×768-Sensor. Wo Wild in Bewegung ist und aus mehreren Richtungen wechselt, wiegt dieser weite Ausschnitt schwerer als jede Zoomstufe.

  • 1024 × 768 Sensor, 12 µm, System-NETD unter 20 mK
  • 24,6 m Sichtfeld auf 100 m, weitester Wert der Reihe
  • 1,75- bis 14-fach, niedrigste Grundvergrößerung
  • 10 Einschießprofile mit je bis zu 10 Entfernungen
  • Erkennung bis 2300 m, Entfernungsmesser bis 800 m

2 vorrätig

Beschreibung

Warum 1,75-fach die wichtigste Zahl auf diesem Datenblatt ist

Bei Zielfernrohren schaut man zuerst auf die Spitzenvergrößerung. Beim XL50 lohnt der Blick auf das andere Ende der Skala.

Die Grundvergrößerung beträgt 1,75-fach und ist damit die niedrigste der gesamten Baureihe. Daraus folgt das weiteste Sichtfeld: 24,6 Meter auf 100 Meter, gegenüber 20,5 beim XL60 und 12,8 beim XG60. Sie überblicken fast doppelt so viel Revier wie mit dem stärksten Gerät der Reihe.

Das zahlt sich überall dort aus, wo Sie nicht wissen, wo das Stück steht. Auf einer Drückjagd, an einer Kirrung mit mehreren Zugängen, bei einem Stück, das im Bild wandert. Sie folgen mit der Waffe, ohne dass das Ziel aus dem Ausschnitt läuft, und Sie finden es nach einem Schwenk schneller wieder.

Die Kehrseite liegt beim Ansprechen auf Distanz. Vierzehnfach als Spitzenwert genügt für die meisten jagdlichen Entfernungen, reicht aber nicht an die 32-fache des XG60 heran. Wer regelmäßig Geweih über 250 Meter beurteilen muss, ist dort besser aufgehoben.

Der Sensor, der den weiten Ausschnitt trägt

Ein weites Sichtfeld allein nützt nichts, wenn das Bild dabei grob wird. Genau deshalb sitzt im XL50 ein 1024×768 Sensor mit 12 µm Pixelabstand und nicht der kleinere 640er.

Mehr Bildpunkte auf gleicher Fläche bedeuten, dass ein breiter Ausschnitt noch genug Detail pro Meter Revierbreite behält. Hätte Pulsar dieselbe Grundvergrößerung mit einem 640×480-Sensor gebaut, wäre der Ausschnitt genauso breit und das Bild deutlich gröber.

Der System-NETD liegt bei unter 20 mK, der Sensorwert bei unter 35. Die beiden Zahlen messen Verschiedenes, und deutsche Händlerseiten nennen fast immer nur die erste. Welche davon beschreibt, was Sie am Okular sehen, klärt unser Beitrag zum NETD-Wert.

Die Erkennungsreichweite beträgt 2300 Meter. Das liegt unter den 2800 der 60er Modelle und weit über jeder Schussdistanz, die jagdlich vertretbar ist.

Zehn Profile, hundert Entfernungen

Dieser Punkt wird im deutschen Handel häufiger falsch als richtig wiedergegeben, deshalb hier genau: Das XL50 speichert zehn Einschießprofile, und in jedem Profil bis zu zehn Entfernungen. Das ergibt bis zu hundert hinterlegte Nullstellungen.

Zwei rankende Händler geben fünf Profile an. Das ist die halbe Wahrheit und unterschätzt genau die Eigenschaft, die für Führer mehrerer Waffen kaufentscheidend ist.

Praktisch nutzen Sie das so: ein Profil je Waffe, darin je eine Entfernung pro Laborierung oder pro typischer Schussdistanz. Beim Wechsel rufen Sie Profil und Entfernung auf, statt neu einzuschießen. Wer nur eine Waffe führt, legt in einem Profil die Entfernungen für Ansitz, Kirrung und Feldkante ab.

Anschlag, Akku und Montage

Der Augenabstand beträgt 50 Millimeter, fünfzehn weniger als bei den 60er Modellen. Bei Kalibern bis 8×57 und .30-06 ist das unkritisch, bei starken Magnumkalibern gibt Ihnen ein 60er Gerät mehr Reserve. Die Rückstoßfestigkeit ist mit 6000 Joule bei beiden gleich, es geht allein um den Abstand zur Braue.

Die Stromversorgung besteht aus einem fest verbauten APS5 mit 4900 mAh und einem wechselbaren Akku. Pulsar nennt für dieses Modell wahlweise den APS2 mit 2000 mAh oder den APS3 mit 3200 mAh. Die Laufzeit folgt der Wahl: rund 6 Stunden mit dem kleineren, rund 7 mit dem größeren. Prüfen Sie beim Kauf, welcher beiliegt.

Die Montage verlangt 30 mm Ringe. Das Gerät ist 426 Millimeter lang und 94,5 Millimeter hoch, also etwas kompakter als die 60er Modelle. Der Klickwert beträgt 24 Millimeter auf 100 Meter bei 1,75-fach, dem gröbsten der Reihe, was unmittelbar aus der niedrigen Grundvergrößerung folgt. Der Verstellbereich ist mit 4800 Millimetern dafür der umfangreichste.

Was Sie stattdessen prüfen sollten

Drei Geräte kommen als Alternative in Frage, je nachdem, was Ihnen am XL50 nicht passt.

Ist Ihnen die Empfindlichkeit wichtiger als der weite Ausschnitt, nehmen Sie das XP60 oder das XP50 PRO, beide mit System-NETD unter 18 mK. Stört Sie der Augenabstand von 50 Millimetern bei starkem Rückstoß, bietet das XL60 bei ähnlichem Sensorformat 65 Millimeter.

Und wer die deutsche Rechtsfrage lieber ganz umgeht, setzt statt eines Zielfernrohrs ein Vorsatzgerät vor die vorhandene Optik. Den Ablauf nach der Montage beschreibt unsere Anleitung zum Einschießen von Vorsatzgeräten.

Alle Modelle der Reihe stehen unter Thermion 2 LRF, das gesamte Segment unter Wärmebild-Zielfernrohre. Wer die Tagoptik behalten will, findet die Alternativen unter Wärmebild-Vorsatzgeräte, und beidäugige Beobachtungsgeräte stehen unter Wärmebildferngläser. Das komplette Programm führt der Pulsar Markenbereich.

Technische Daten

Merkmal Wert
Sensor ungekühltes Mikrobolometer, 1024 × 768
Pixelabstand 12 µm
NETD Sensor unter 35 mK, System unter 20 mK
Objektiv F50 / 1.0
Vergrößerung 1,75 bis 14-fach
Sichtfeld 14° / 24,6 m auf 100 m
Erkennungsreichweite 2300 m
Display AMOLED, 1024 × 768
Augenabstand 50 mm
Entfernungsmesser bis 800 m, ±1 m, 905 nm
Akku APS5 4900 mAh fest verbaut plus APS2 2000 mAh oder APS3 3200 mAh wechselbar
Laufzeit rund 6 h mit APS2, rund 7 h mit APS3, bei 22 °C
Klickwert 24 mm auf 100 m bei 1,75-fach, Verstellbereich 4800 mm
Einschießprofile 10, je bis zu 10 Entfernungen
Rückstoßfestigkeit 6000 J, Kaliber 12 bei glatten Läufen
Schutzart IPX7
Interner Speicher 64 GB
Aufnahme 1024 × 768, MP4 und JPG
Betriebstemperatur −25 bis +50 °C
Gewicht 1,03 kg ohne Wechselakku
Maße 426 × 78,5 × 94,5 mm
Montage 30 mm Ringe oder einteilige Aufnahme

Häufige Fragen

Darf ich das Thermion 2 LRF XL50 in Deutschland einsetzen?

Nach der übereinstimmenden Darstellung der rankenden deutschen Fachhändler nicht. Wärmebild-Zielfernrohre mit eigenem Absehen fallen unter Anlage 2 Abschnitt 1 Nr. 1.2.4.2 WaffG und gelten als verbotene Gegenstände, wobei bereits der Besitz erfasst ist. Ein deutschsprachiger Praxistest zu genau diesem Modell wurde deshalb im Ausland durchgeführt. Wir liefern nur an Inhaber einer behördlichen Ausnahmegenehmigung und in Länder mit anderer Rechtslage. Dieser Hinweis ist keine Rechtsberatung, bitte lassen Sie Ihren Fall anwaltlich oder bei der Waffenbehörde prüfen.

Welches Thermion 2 LRF hat das weiteste Sichtfeld?

Das XL50 mit 24,6 Metern auf 100 Meter. Danach folgen das XL60 mit 20,5, das XP60 mit 18,1 und das XP50 PRO mit 21,8 Metern. Das schmalste Sichtfeld hat das XG60 mit 12,8 Metern.

Eignet sich das XL50 für die Drückjagd?

Von den fünf Modellen der Reihe am besten. Die Grundvergrößerung von 1,75-fach und die daraus folgenden 24,6 Meter Sichtfeld halten bewegtes Wild im Bild, ohne dass Sie ständig nachführen müssen. Beachten Sie die jeweils geltenden rechtlichen Vorgaben.

Welcher Wechselakku gehört zum XL50?

Pulsar nennt wahlweise den APS2 mit 2000 mAh oder den APS3 mit 3200 mAh. Die Laufzeit unterscheidet sich entsprechend um etwa eine Stunde. Fragen Sie vor dem Kauf nach, welcher Akku im Lieferumfang enthalten ist.

Warum ist der Klickwert beim XL50 so grob?

Weil er von der Grundvergrößerung abhängt. Bei 1,75-fach entspricht ein Klick 24 Millimetern auf 100 Meter, bei 14-fach nur noch 3 Millimetern. Wer fein einschießen will, stellt dafür eine höhere Vergrößerung ein.

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