ThermTec Ibex 335L Wärmebild-Zielfernrohr mit LRF

1.649,00 €

Das ThermTec Ibex 335L vergrößert mit 3,7-fach am stärksten in der Ibex Serie. Hinter dem 35 mm Objektiv bei Blende 0,9 sitzt ein 384×288 Sensor mit einem NETD unter 18 Millikelvin, dazu ein Laserentfernungsmesser bis 1000 Meter mit Ballistikrechner.

  • 3,7-fach optisch, bis 14,8-fach mit Digitalzoom
  • 35 mm bei Blende 0,9, NETD unter 18 mK
  • Laserentfernungsmesser bis 1000 m mit Ballistikrechner
  • Display mit 1600 × 1200 Punkten auf 0,5 Zoll
  • Versand innerhalb der EU in 48 bis 72 Stunden
Beschreibung

Rechtlicher Hinweis: Lieferung nur nach Österreich

Nach Deutschland und in die Schweiz liefern wir dieses Gerät nicht. Ein Zielfernrohr mit eigenem Absehen und Waffenmontage ist in Deutschland nach Anlage 2 Abschnitt 1 Nr. 1.2.4.2 WaffG eine verbotene Waffe, und § 40 Abs. 3 WaffG nimmt nur Vorsatz- und Aufsatzgeräte ohne eigenes Absehen davon aus. In der Schweiz zählen Nachtsichtzielgeräte beim Bundesamt für Polizei zum verbotenen Waffenzubehör, und Art. 2 Bst. e der Jagdverordnung untersagt sie für die Jagd.

In Österreich ist der Erwerb zulässig. Für die Verwendung gilt das Jagdrecht Ihres Bundeslandes, das elektronische Zielhilfen grundsätzlich verbietet und überwiegend für Schwarzwild Ausnahmen vorsieht. Erkundigen Sie sich vor dem Kauf bei Ihrer Landesjägerschaft; eine Übersicht der Länderregelungen steht auf der Ibex Serienseite. Dies ist keine Rechtsberatung.

Warum dieses Gerät stärker vergrößert als das Modell mit dem großen Sensor

Mit 3,7-fach steht dieses Modell an der Spitze der Serie, und zwar vor dem Ibex 635L, das bei gleicher Brennweite von 35 Millimetern nur 2,2-fach erreicht. Beim Datenblattvergleich wirkt das widersprüchlich.

Die Erklärung liegt im Sensor. Vergrößerung beschreibt, wie groß ein Gegenstand im Okular gegenüber dem freien Auge erscheint, und hängt davon ab, welcher Bildwinkel auf das Display abgebildet wird. Dieses Gerät trägt 384 mal 288 Bildpunkte und damit eine kleinere Sensorfläche; hinter derselben Brennweite erfasst es einen engeren Winkel, der dasselbe Display füllt. Das Verhältnis der beiden Vergrößerungen beträgt 3,7 zu 2,2, also 1,68, und entspricht damit fast genau dem Verhältnis der Sensorbreiten von 640 zu 384, nämlich 1,67.

Nachprüfen können Sie das am Sichtfeld: 7,5 mal 5,7 Grad hier gegen 12,5 mal 10,0 Grad beim Modell mit großem Sensor. Auf 100 Meter überblicken Sie 13,2 mal 9,9 Meter, gerechnet aus 384 Bildpunkten mal 12 Mikrometern hinter 35 Millimetern Brennweite.

Was der Vorteil kostet: Pro Bildpunkt deckt die Optik 0,343 Milliradian ab, genauso viel wie beim Modell mit großem Sensor, weil dieser Wert allein von Pixelabstand und Brennweite abhängt. Das stärker vergrößerte Bild enthält also nicht mehr Information, sondern dieselbe über eine kleinere Fläche verteilt. Auf 200 Meter entspricht ein Bildpunkt 6,9 Zentimetern, womit ein Rehkörper von 70 Zentimetern von rund zehn Punkten erfasst wird; die ehrliche Ansprechgrenze liegt bei 180 bis 280 Metern.

Entfernungsmesser, Ballistikrechner und Einschießen

Der Laserentfernungsmesser misst bis 1000 Meter. Ein kurzer Druck auf die Lasertaste schaltet ihn ein und aus, ein Doppeldruck wechselt die Falschfarbenpalette. Das Handbuch warnt davor, den Laser auf Augen zu richten.

Der Ballistikrechner verarbeitet Montagehöhe, Windgeschwindigkeit und Windrichtung, Geschossgewicht, Mündungsgeschwindigkeit, ballistischen Koeffizienten, Temperatur und Luftdruck und bietet vier Darstellungsformen des Haltepunkts. Das Handbuch sagt deutlich, dass er erst nach dem Einschießen eine praktische Bedeutung hat, und schaltet das Gerät beim Einschalten automatisch in die Einzelmessung.

Zum Einschießen stehen sechs Profile von A bis F bereit, die Entfernung, Geschosstyp und Absehenkoordinaten speichern. Sie wählen die Einschießentfernung, geben einen Schuss ab, frieren mit der Freeze-Funktion das Absehen auf dem Haltepunkt ein und verschieben die Koordinaten auf das Einschussloch. Der Verstellwert skaliert mit der Vergrößerung: Bei einfacher Vergrößerung entspricht ein Schritt 20 Millimetern, bei zweifacher 10 und bei fünffacher 4. Zwei Hinweise aus dem Handbuch: Eingeschossen werden sollte bei einer Temperatur nahe der späteren Einsatztemperatur, und Änderungen für dieselbe Waffe gehören nicht auf mehrere Profile verteilt.

Die Montage läuft über 30-Millimeter-Standardringe, zugelassen bis 6000 Joule Rückstoßenergie an gezogener Waffe.

Was ein unabhängiger Test festhält

Ein australisches Jagdmagazin hat dieses Modell gegen das deutlich teurere Spitzenmodell der Marke geprüft. Das Urteil fällt zweiteilig aus, und beide Teile gehören auf diese Seite.

Das teurere Gerät mit 640×512 Sensor, größerem Display und 50 mm Objektiv sei auf Entfernung klar überlegen. Dieses Modell sei dafür kleiner, leichter und weniger als halb so teuer, und der Tester hielt es für ein starkes Preisleistungsverhältnis. Als unverbindliche Preisempfehlungen nennt der Bericht 2.899 gegen 6.099 US-Dollar.

Beide Geräte teilen dieselben Kernfunktionen: 3,7-fache Grundvergrößerung, Digitalzoom von 1- bis 4-fach, Bild-im-Bild, Aufzeichnung um den Schuss und die Zielerfassungsfunktion. Unterschiedlich sind Türme und Zoomring-Anordnung.

Ausstattung und Einordnung

Das AMOLED-Display löst 1600 mal 1200 Punkte auf 0,5 Zoll auf. Der Sensor arbeitet mit 50 Hertz im Bereich von 8 bis 14 Mikrometern. Der wechselbare 18650-Akku trägt bis zu sechs Stunden, dazu kommen 64 Gigabyte Speicher, IP67 und ein Betriebsbereich von minus 20 bis plus 50 Grad. Mit 770 Gramm ohne Akku bei 344 mal 86 mal 70 Millimetern ist es ein kompaktes Gerät seiner Klasse.

In der Serie: Das weiteste Bild zeigt das Ibex 320L mit 20 Millimetern, den großen Sensor und Blende 0.8 trägt das Ibex 635L. Die Serie ist unter Ibex Serie vollständig gelistet.

Für Deutschland und die Schweiz sind stattdessen Vorsatzgeräte zulässig: die Hunt Pro Serie mit dem Hunt 335 Pro bei gleicher Optik und dem Hunt 635 Pro. Beobachtungsgeräte sind überall erlaubt, etwa das Wild 350D; alle Handgeräte listet ThermTec Wärmebild-Monokulare, das Sortiment der ThermTec Bereich. Weitere Marken führen HIKMICRO und Nocpix. Die Rechtslage nach Ländern steht in der Rechtsübersicht Wärmebildtechnik.

Technische Daten

Merkmal Wert
Bauart Vollintegriertes Zielfernrohr mit eigenem Absehen, Lieferung nur Österreich
Sensor 384 × 288, ungekühlter Mikrobolometer
Pixelabstand 12 µm
NETD unter 18 mK
Bildrate 50 Hz
Spektralbereich 8 bis 14 µm
Objektiv 35 mm, Blende F0,9
Grundvergrößerung 3,7-fach, Höchstwert der Serie
Digitalzoom 1- bis 4-fach, gesamt bis 14,8-fach
Sichtfeld 7,5° × 5,7°, 13,2 × 9,9 m auf 100 m, nachgerechnet
Winkel je Bildpunkt 0,343 mrad
Entdeckungsreichweite 1800 m, Rechenwert des Herstellers
Laserentfernungsmesser bis 1000 m
Ballistikrechner ja, erst nach dem Einschießen sinnvoll.
Display AMOLED, 0,5 Zoll, 1600×1200
Absehen sieben oder acht Typen je Quelle, siehe Abschnitt 8
Einschießen 6 Profile A bis F, manuell und per Freeze
Verstellwert 20 mm bei 1-fach, 10 mm bei 2-fach, 4 mm bei 5-fach
Montage Standardringe 30 mm
Rückstoßfestigkeit 6000 J
Weitere Funktionen Bild-im-Bild, Aufzeichnung um den Schuss, Zielerfassung
Akku wechselbar, 18650
Laufzeit bis 6 h
Interner Speicher 64 GB
Schutzart IP67
Betriebstemperatur −20 bis +50 °C
Gewicht 770 g ±5 g ohne Akku, siehe Abschnitt 8
Maße 344 × 86 × 70 mm
Garantie von keiner Quelle angegeben

Häufige Fragen

Welches Ibex Modell vergrößert am stärksten?

Das Ibex 335L mit 3,7-fach optisch, und damit stärker als das Ibex 635L, das bei derselben Brennweite von 35 Millimetern nur 2,2-fach erreicht. Verantwortlich ist der kleinere Sensor mit 384 × 288 Punkten: Hinter gleicher Brennweite erfasst eine kleinere Sensorfläche einen engeren Bildwinkel, der dasselbe Display ausfüllt. Das Verhältnis 3,7 zu 2,2 entspricht fast genau dem Verhältnis der Sensorbreiten. Nachprüfbar ist das am Sichtfeld von 7,5 Grad gegenüber 12,5 Grad. Mit dem Digitalzoom bis vierfach ergeben sich rechnerisch 14,8-fach.

Bedeutet mehr Vergrößerung auch mehr Detail?

Nein. Beide Geräte mit 35 Millimetern decken pro Bildpunkt 0,343 Milliradian ab, weil dieser Wert allein vom Pixelabstand und der Brennweite abhängt und nicht von der Sensorgröße. Das stärker vergrößerte Bild dieses Modells enthält also dieselbe Information, über eine kleinere Fläche verteilt. Auf 200 Meter entspricht ein Bildpunkt 6,9 Zentimetern, sodass ein Rehkörper von 70 Zentimetern von etwa zehn Punkten erfasst wird; die realistische Ansprechgrenze liegt bei 180 bis 280 Metern. Mehr Vergrößerung macht das Bild größer, nicht schärfer.

Wie funktioniert das Einschießen beim Ibex 335L?

Über sechs Profile von A bis F, die jeweils Entfernung, Geschosstyp und Absehenkoordinaten speichern. Sie wählen die Einschießentfernung, geben einen Schuss ab, frieren das Absehen mit der Freeze-Funktion auf dem Haltepunkt ein und verschieben die Koordinaten auf das Einschussloch. Der Verstellwert hängt von der eingestellten Vergrößerung ab und beträgt 20 Millimeter bei einfacher, 10 bei zweifacher und 4 bei fünffacher Vergrößerung. Der Hersteller empfiehlt, bei einer Temperatur nahe der späteren Einsatztemperatur einzuschießen, und rät davon ab, Änderungen für dieselbe Waffe auf mehrere Profile zu verteilen. Der Ballistikrechner wird erst nach dem Einschießen sinnvoll.

Lohnt sich das teurere Spitzenmodell der Marke?

Ein unabhängiger Test stellt beide gegenüber und kommt zu einem klaren Ergebnis: Das Spitzenmodell mit 640 × 512 Sensor, 50 mm Objektiv und einem Display mit 2560 × 2560 Punkten ist auf Entfernung deutlich überlegen. Es kostet nach den im Test genannten Preisempfehlungen jedoch mehr als das Doppelte, nämlich 6.099 gegen 2.899 US-Dollar, wiegt 1100 statt 770 Gramm und ist 397 statt 344 Millimeter lang. Der Tester hielt dieses Modell für ein starkes Preisleistungsverhältnis. Wer überwiegend unter 250 Metern arbeitet, braucht die Mehrleistung nicht.

Darf ich dieses Gerät in Österreich jagdlich verwenden?

Der Erwerb ist in Österreich zulässig, die Verwendung hängt vom Bundesland ab. Die Landesjagdgesetze verbieten elektronische Zielhilfen grundsätzlich und lassen Ausnahmen zu, überwiegend für Schwarzwild. Niederösterreich regelt das in § 33a NÖ-JVO und verlangt eine mindestens drei Jahre geführte Jagdkarte oder einen Kurs des Landesjagdverbandes sowie die schriftliche Zustimmung des Jagdausübungsberechtigten. Für Kärnten gilt § 68 Kärntner Jagdgesetz, für das Burgenland § 95 Jagdgesetz 2017; in Tirol und Vorarlberg bleibt im Kern nur die Nachsuche. Klären Sie Ihren Fall vor dem Kauf mit der Landesjägerschaft. Dies ist keine Rechtsberatung.


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