ThermTec Ventus 635L Multispektrum-Wärmebildfernglas

2.899,00 €

Das ThermTec Ventus 635L zeigt im Wärmebild 21,9 Meter auf 100 Meter, das weiteste Bildfeld der Ventus Reihe. Dahinter arbeiten ein 640×512 Sensor unter 15 Millikelvin an einem lichtstarken 35-mm-Objektiv bei F0,9, dazu eine getrennte 4K-Tagkamera, ein abnehmbarer IR-Strahler und ein Laser bis 1000 Meter mit ±1 Meter.

  • 21,9 m Bildfeld auf 100 Meter, weitester Wert der Reihe
  • 640 × 512 unter 15 mK, 35 mm bei F0,9, 2,6-fach
  • Laser bis 1000 m, ±1 m, abnehmbarer IR-Strahler 850 oder 940 nm
  • Lieferung in ganz Europa in 48 bis 72 Stunden

1 vorrätig (kann nachbestellt werden)

Beschreibung

Zwei Kanäle, zwei Objektive, zwei Sichtfelder

Dies ist der Punkt, der bei Multispektrumgeräten am häufigsten übersehen wird und beim ersten Einsatz für Verwirrung sorgt: Wärmebildkanal und Tagkamera haben getrennte Objektive und sehen unterschiedlich weit.

Kanal Objektiv Sichtfeld Auf 100 m Vergrößerung
Wärmebild 35 mm, F0,9 12,5° × 10° 21,9 × 17,6 m 2,6-fach
Tagkamera 50 mm, F1.4 8,1° × 8,1° 14,1 × 14,1 m 4-fach

Beim Umschalten ändert sich also der Ausschnitt, und zwar erheblich: Der Wärmekanal zeigt rund die Hälfte mehr Breite. Wer ein Objekt im Wärmebild am Bildrand entdeckt und auf die Tagkamera wechselt, findet es dort unter Umständen nicht wieder, weil es außerhalb des engeren Ausschnitts liegt.

Der praktische Ablauf, der sich daraus ergibt: Erst das Objekt im Wärmebild mittig stellen, dann umschalten. Das klingt selbstverständlich und ist es nach drei Stunden Ansitz nicht mehr.

Dass die Tagkamera quadratisch sieht, also 8,1 mal 8,1 Grad, ist eine Eigenheit dieses Modells; sie geht auf den Sensor mit 3536 mal 3536 Bildpunkten zurück. Das kleinere Ventus 335L nutzt dagegen einen 16:9-Sensor mit 3840 mal 2160 Punkten und sieht entsprechend breiter als hoch aus.

Das weiteste Wärmebildfeld der Reihe und was es kostet

Mit 21,9 Metern auf 100 Meter liegt dieses Modell deutlich über seinen Geschwistern: Das Ventus 650L kommt auf 15,4 Meter, das Ventus 335L auf 13,2 Meter.

Für ein Beobachtungsgerät ist das die wichtigere Zahl als die Reichweite. Sie suchen damit Flächen ab, und ein um die Hälfte breiteres Bild heißt: ein Drittel weniger Schwenks für dieselbe Fläche, weniger Lücken zwischen den Schwenks, weniger Ermüdung über die Stunden.

Bezahlt wird es mit Vergrößerung und Reichweite. Die Grundvergrößerung liegt bei 2,6-fach gegenüber 3,7-fach beim 650L, und die Entdeckungsangabe bei 1800 statt 2600 Metern. Maßgeblich für das Ansprechen ist der Winkel je Bildpunkt von 0,343 Milliradiant, woraus eine realistische Grenze von 180 bis 280 Metern folgt.

Bemerkenswert ist, dass der Hersteller hier eine eigene Erkennungsangabe macht: 200 Meter für ein Stück Rotwild. Das ist eine ungewöhnlich ehrliche Zahl, denn sie liegt bei einem Neuntel der beworbenen Entdeckungsreichweite und passt genau in die gerechnete Spanne. Wenn Ihre Wettbewerber mit 1800 Metern werben und Sie die 200 Meter danebenstellen, ist das kein Nachteil, sondern ein Glaubwürdigkeitsgewinn.

Lichtstärke, Laser und Stromversorgung

Die Blende F0.9 am Wärmeobjektiv ist der stille Vorteil dieses Modells. Sie geht quadratisch in das Signal ein: gegenüber F1.0 sind das rund 23 Prozent mehr Strahlung auf dem Sensor. Zusammen mit dem NETD-Wert unter 15 Millikelvin entscheidet das über das Bild in den schlechten Nächten, also bei Nieselregen und auf nassem Boden, dessen Temperatur sich der des Wildes annähert.

Der Laserentfernungsmesser misst bis 1000 Meter mit ±1 Meter Genauigkeit. Das ist die vollständigste Laserangabe, die ich in Ihrem gesamten ThermTec Sortiment gefunden habe; bei Vidar und Ventus 650L fehlte die Toleranz.

Der IR-Strahler ist abnehmbar und wahlweise mit 850 oder 940 Nanometern zu betreiben. 850 Nanometer reichen weiter und liefern das hellere Bild, erzeugen aber ein schwach sichtbares rotes Glimmen; 940 Nanometer bleiben unsichtbar, kosten dafür Reichweite. In Zahlen: 400 Meter Nachtsichtreichweite bei 850 nm, 350 Meter bei 940 nm. Dass sich der Strahler abnehmen lässt, spart Gewicht und Bauhöhe, wenn Sie nur im Wärmebild arbeiten.

Vier 18650-Zellen gehören zum Lieferumfang, zwei Paare zu je bis zu sechs Stunden. Damit kommen Sie durch eine lange Nacht, ohne nachladen zu müssen. Dazu 64 Gigabyte Speicher, IP67 und ein Gewicht von 825 Gramm bei 164 mal 128 mal 73 Millimetern.

Rechtlich unbedenklich, mit einem Hinweis zum IR-Strahler

Ein Beobachtungsgerät ohne Absehen und ohne Waffenschnittstelle unterliegt keiner waffenrechtlichen Beschränkung, in Deutschland so wenig wie in Österreich oder der Schweiz. Erwerb und Besitz sind frei.

Der IR-Strahler verdient dennoch Beachtung. § 19 Abs. 1 BJagdG untersagt bei der Jagd künstliche Lichtquellen sowie Vorrichtungen zum Anstrahlen des Ziels, und ein Infrarotstrahler ist eine künstliche Lichtquelle, auch wenn sein Licht unsichtbar bleibt. Für reines Beobachten ist das ohne Belang, während der Jagdausübung kann es anders liegen, und die Landesjagdgesetze fassen den Punkt unterschiedlich. Dass sich der Strahler hier abnehmen lässt, ist dabei praktisch hilfreich. Der Wärmebildkanal ist davon nie betroffen, weil er ohne jede Beleuchtung arbeitet. Eine Rechtsberatung ersetzt dieser Absatz nicht, die Einzelheiten stehen in unserer Rechtsübersicht Wärmebildtechnik.

Im Programm: Mehr Reichweite bei engerem Bild bietet das Ventus 650L, am günstigsten ist das Ventus 335L. Alle drei stehen in den ThermTec Ferngläsern. Einäugige Geräte führen die ThermTec Monokulare, Geräte für die Waffe die Hunt Vorsatzgeräte. Das Gesamtsortiment steht im ThermTec Bereich, Ferngläser anderer Marken bei HIKMICRO und Pulsar.

Technische Daten

Merkmal Wert
Bauart Binokulares Beobachtungsgerät, kein Absehen, keine Waffenmontage
Wärmebildsensor 640 × 512, 12 µm, VOx
NETD unter 15 mK
Spektralbereich 8 bis 14 µm
Bildrate 50 Hz
Wärmeobjektiv 35 mm, Blende F0.9
Sichtfeld Wärmebild 12,5° × 10°, 21,9 × 17,6 m auf 100 m
Vergrößerung Wärmebild 2,6-fach, mit Digitalzoom bis 4-fach
Winkel je Bildpunkt 0,343 mrad
Entdeckung 1800 m
Erkennung Rotwild 200 m, Herstellerangabe
Tageskamera CMOS, 3536 × 3536 px, 4K
Digitalobjektiv 50 mm, Blende F1.4
Sichtfeld Tagkamera 8,1° × 8,1°, 14,1 × 14,1 m auf 100 m
Nachtsichtreichweite 400 m bei 850 nm, 350 m bei 940 nm
IR-Strahler abnehmbar, umschaltbar 850 oder 940 nm
Laserentfernungsmesser bis 1000 m, ±1 m
Display 0,5 Zoll AMOLED, 1600 × 1200
Akku zwei 18650 je Paar, vier Zellen im Lieferumfang
Laufzeit bis 6 h je Paar
Interner Speicher 64 GB
Schutzart IP67
Gewicht 825 g
Maße 164 × 127,6 × 73 mm

Häufige Fragen

Warum sehen Wärmebild und Tagkamera beim Ventus 635L unterschiedlich weit?

Weil beide Kanäle getrennte Objektive haben: 35 Millimeter für das Wärmebild, 50 Millimeter für die Tagkamera. Daraus folgen verschiedene Sichtfelder, nämlich 21,9 Meter auf 100 Meter im Wärmebild gegenüber 14,1 Metern bei der Tagkamera. Der Wärmekanal zeigt also rund die Hälfte mehr Breite. Praktisch heißt das: Stellen Sie ein am Bildrand entdecktes Objekt erst mittig, bevor Sie umschalten, sonst liegt es im engeren Ausschnitt der Tagkamera außerhalb des Bildes. Das ist der häufigste Bedienfehler bei Multispektrumgeräten.

Wie weit kann ich mit dem Ventus 635L ansprechen?

Der Hersteller nennt dafür selbst eine Zahl, und das ist ungewöhnlich: 200 Meter für ein Stück Rotwild. Sie passt zur Rechnung, denn bei 0,343 Milliradiant je Bildpunkt deckt ein Punkt auf 200 Meter 6,9 Zentimeter ab, und ein Wildkörper wird dort von genügend Punkten überspannt, um Art und Zielbereich zu unterscheiden. Unsere abgeleitete Spanne liegt bei 180 bis 280 Metern je nach Luftfeuchte, Untergrundtemperatur und Wildart. Die beworbene Entdeckungsreichweite von 1800 Metern beschreibt dagegen nur, wann eine Wärmequelle als Fleck im Bild erscheint.

Was bringt die Blende F0.9 gegenüber F1.0?

Rund 23 Prozent mehr Infrarotstrahlung auf dem Sensor, denn die Blende geht quadratisch in das Signal ein. Bemerkbar macht sich das nicht bei Frost und trockener Luft, wo praktisch jedes Gerät dieser Klasse gut aussieht, sondern dort, wo der Temperaturunterschied zwischen Wild und Umgebung gering ist: an feuchten Herbstabenden, bei Nieselregen und auf nassem Boden, der sich der Körpertemperatur annähert. Zusammen mit dem NETD-Wert unter 15 Millikelvin ergibt das die Bildqualität in genau den Nächten, in denen sie zählt.

Kann ich den IR-Strahler abnehmen?

Ja, er ist abnehmbar und zusätzlich zwischen 850 und 940 Nanometern umschaltbar. Das Abnehmen spart Gewicht und Bauhöhe, wenn Sie ausschließlich im Wärmebild arbeiten, und es ist auch rechtlich praktisch: § 19 Abs. 1 BJagdG untersagt bei der Jagd künstliche Lichtquellen, und ein Infrarotstrahler ist eine solche, auch wenn sein Licht unsichtbar bleibt. Für reines Beobachten spielt das keine Rolle, für den Einsatz während der Jagdausübung sollten Sie Ihre Landesregelung prüfen. Der Wärmebildkanal arbeitet völlig ohne Beleuchtung und ist davon nicht betroffen.

Wie lange reicht ein Akkusatz?

Bis zu sechs Stunden je Akkupaar, und zum Lieferumfang gehören vier 18650-Zellen, also zwei Paare. Damit kommen Sie durch eine lange Nacht, ohne nachladen zu müssen; das Wechseln dauert im Dunkeln weniger als eine Minute. Rechnen Sie bei Kälte mit kürzeren Laufzeiten, und bedenken Sie, dass der zuschaltbare IR-Strahler zusätzlich Strom zieht. Dass vier Zellen beiliegen, ist in dieser Geräteklasse nicht selbstverständlich und ein praktischer Vorteil gegenüber Geräten mit fest verbautem Akku.


Rezensionen (0)

Rezensionen

Es gibt noch keine Rezensionen.

Nur Bewertungen in Deutsch anzeigen (0)

Schreibe die erste Rezension für „ThermTec Ventus 635L Multispektrum-Wärmebildfernglas“

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Shipping and Delivery

MAECENAS IACULIS

Vestibulum curae torquent diam diam commodo parturient penatibus nunc dui adipiscing convallis bulum parturient suspendisse parturient a.Parturient in parturient scelerisque nibh lectus quam a natoque adipiscing a vestibulum hendrerit et pharetra fames nunc natoque dui.

ADIPISCING CONVALLIS BULUM

  • Vestibulum penatibus nunc dui adipiscing convallis bulum parturient suspendisse.
  • Abitur parturient praesent lectus quam a natoque adipiscing a vestibulum hendre.
  • Diam parturient dictumst parturient scelerisque nibh lectus.

Scelerisque adipiscing bibendum sem vestibulum et in a a a purus lectus faucibus lobortis tincidunt purus lectus nisl class eros.Condimentum a et ullamcorper dictumst mus et tristique elementum nam inceptos hac parturient scelerisque vestibulum amet elit ut volutpat.